Wenn sich der Anlass auf weniger als die Hälfte der nutzbaren Fläche beschränkt, werde nur die Hälfte der belegten Zeit an die 125 Veranstaltungstage angerechnet, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Dieser Gegenvorschlag berücksichtige beide Anliegen: sowohl das nach einem möglichst freien und offenen Platz als auch das nach beliebten Publikumsanlässen. Die Initiative fordert dagegen eine Reduktion auf 65 Tage pro Jahr. In der übrigen Zeit soll der Platz vollständig frei gehalten werden.

65 Veranstaltungstage reichen aber laut Stadtrat nicht einmal für Sechseläuten, Circus Knie und Weihnachtsmarkt aus. Mit einer so starken zeitlichen Einschränkung wären Streetparade, Herbstzirkus, Zurich Film Festival und die Veranstaltungen des Opernhauses ernsthaft gefährdet.

Höchstwert nicht erreicht

Das aktuelle Nutzungskonzept besagt, dass der Sechseläutenplatz an höchstens 185 Tagen im Jahr für Anlässe zur Verfügung steht. Gleich bei der Einweihung im Frühling 2014 wurden jedoch zu viele Anlässe bewilligt, sodass das Kontingent überschritten war.

Unter diesem Eindruck entstand die Volksinitiative "Freier Sechseläutenplatz", wie es in der Mitteilung heisst. In den Jahren 2015 und 2016 wurde der Höchstwert mit 135 beziehungsweise 138 Veranstaltungstagen nicht erreicht.