Photobastei

Die höchste Fotoausstellung Zürichs öffnet ihre Tore

Das Zürcher Hochhaus zur Bastei wird für die nächsten acht Monate zu einem Forum für zeitgenössische Fotografie. «Photobastei» heisst die Institution, die auf sieben Etagen 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung stellt.

«Es ist eine verrückte Idee», sagte der Kurator und Initiator der Photobastei, Romano Zerbini, zu «20 Minuten». Noch nie sei ein ganzes Hochhaus exklusiv für Fotoausstellungen verwendet worden. Den Anfang macht der Magnum-Fotograf Paolo Pellegrin, der zum ersten Mal in der Schweiz ausstellt.

Der italienische Künstler zeigt sein Werk auf den ersten beiden Etagen der Photobastei. Ihm folgen weitere «bekannte Fotografen» wie René Groebli, Henry Leutwyler, Jim Rakete und Diana Scheunemann wie Romano Zerbini am Dienstag vor den Medien in Zürich sagte.

Kunst von allen, für alle

Während die unteren beiden Etagen sich über Eintrittspreise finanzieren und professionell kuriert werden, sind die Stockwerke drei bis sieben für grössere und kleinere Ausstellungen von Fotografen reserviert, die sich in Eigenregie präsentieren. Weiter stehen diese Räume Agenturen, Stiftungen oder Hochschulen zur Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Fotografie zur Verfügung. Allwöchentlich, jeweils donnerstags, werden hier neue Ausstellungen eröffnet. Günstige Mietpreise sollen den Ausstellungsraum möglichst offen und zugänglich für alle gestalten.

Keine Chance für Hausbesetzer

Ein positiver Nebeneffekt für den Besitzer ist, dass Hausbesetzer aufgrund der kulturellen Zwischennutzung keine Chance haben, sich in den acht Monaten im Hochhaus breit zu machen. Laut «20 Minuten» wären die Kosten für die Gebäudebewachung höher gewesen als die knappe halbe Million Franken, die dem Kunstprojekt zur Verfügung stehen.

Eröffnet wird die Photobastei am Donnerstag, 16. Januar. Der Ausstellungsbetrieb dauert bis August 2014. Anschliessend entstehen im Hochhaus neue Luxusbüros. (flo/sda)

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