Zürich
Die «Gemüsebrücke» wird abgerissen – für 20 Millionen Franken

Die Rathausbrücke ist renovationsbedürftig. Jetzt soll sie abgerissen und neu gebaut werden. Der Baubeginn ist für 2022 geplant.

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Rathaus Brücke
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 Die Gemüsebrücke verbindet derzeit die beiden Seiten der Limmat miteinander.
 Die Platte über der Limmat ist seit längerem renovationsbedürftig.
 Nun will die Stadt einen Schlussstrich ziehen: «Die Brücke kann nicht bloss saniert werden, sie muss abgebrochen und durch eine neue ersetzt werden», bestätigt Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger (FDP).
 Blick auf die Gemüsebrücke.
 Gemüsemarkt auf der Rathausbrücke.

Rathaus Brücke

Walter Bieri

Momentan verbindet die Gemüsebrücke, wie die Rathausbrücke wegen dem darauf stattfindenden Gemüsemarkts genannt wird, das rechte und linke Limmat-Ufer miteinander. Jetzt sind ihre Tage aber gezählt. So schreibt der «Tages Anzeiger», dass die, schon seit längerem renovationsbedürftige, Brücke nun abgerissen und neu gebaut wird.

Dies bestätigt auch Tiefbauvorsteher und FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger gegenüber dem «Tages Anzeiger»: «Die Brücke kann nicht bloss saniert werden, sie muss abgebrochen und durch eine neue ersetzt werden». Vorausgegangen waren längere Abklärungen über Sanierung oder Ersatz, welche Stadt und Kanton vor genau zwei Jahren in Angriff genommen hatten.

Erhöhung der Durchflusskapazität bei Hochwasser

Grund für den Abriss und Neubau der Gemüsebrücke sind Analysen des kantonalen Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel). Diese haben gezeigt, dass es zur Erhöhung der Durchflusskapazität bei Hochwasser Anpassungen an der Rathausbrücke braucht.

Diese Anpassungen sind zwingend notwendig weil der Kanton bei Hochwasser mehr Wasser von der Sihl in den See leiten will und dieses dann über die Limmat abfliessen soll. «Dies erfordert einen Ersatzbau der Unterkonstruktion und somit der gesamten Brücke», sagt Leutenegger.

Quartier darf mitreden

Bis 2018/19 soll das neue Nutzungskonzept ausgearbeitet werden. Hierbei sollen laut Leutenegger auch Eigentümer der anstossenden Grundstücke und involvierten Ämter mit einbezogen werden. Die Stadt hat für den 10. Juli zu einer Informationsveranstaltung geladen, um das Quartier bei dem Projekt miteinzubeziehen.

Der Baubeginn ist für 2022 geplant und soll etwa zwei bis drei Jahre dauern. Das Projekt soll etwa 20 Millionen Franken kosten. Noch offen ist, ob der Neubaukredit vor das Stadtparlament kommt. Die aktuelle Brücke wurde vom Architekten Manuel Pauli entworfen und in den Jahren 1972/73 neu errichtet.(lgi)