Zürich
Die Gefahr einer Immobilienblase stagniert, Vorsicht ist trotzdem geboten

Der Immobilienblasenindex der UBS ist im letzten Quartal geringfügig gesunken. Die Gefahr für die Volkswirtschaft ist damit aber keineswegs gebannt.

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Die Gefahr einer Immobilienblase ist keineswegs gebannt (Symbolbild)

Die Gefahr einer Immobilienblase ist keineswegs gebannt (Symbolbild)

Keystone

Der «UBS Swiss Real Estate Bubble Index» (Immobilienblasenindex) rechne verschiedene Indikatoren, das Verhältnis von Kauf- zu Mietpreisen, das Verhältnis von Hauspreisen zur Inflation oder das Verhältnis von Hypothekarverschuldung zusammen, schreibt die UBS im Immobilienblasenindex des ersten Quartals 2014.

Dieser Index könne zwischen den Werten unter -1 (Stagnation und Rückgang) bis Werten über 2 (Blasenbildung) annehmen. Momentan habe sich der Index leicht gesenkt, auf den Wert von 1.22. Damit bestätige sich die Beruhigung auf dem Transaktionsmarkt, aber eine Entwarnung könne deswegen nicht ausgesprochen werden. Dass der Immobilienblasenindex stagniere, liege vor allem an den leicht gefallenen Preisen für Eigenheime. Insbesondere die Preise für Eigenheime haben den stärksten Quartalsrückgang seit 17 Jahren zu verzeichnen. Das Preisniveau komme an seine Grenzen, da viele Erstkäufer die Tragbarkeitsnormen kaum mehr erfüllen können. Das wachsende Überangebot in der Agglomeration sowie strengere Vorgaben bei der Vergabe von Hypothekarkrediten drücken auf das Preisniveau. Eine Trendwende können ebenfalls die zur Diskussion stehende zusätzliche Verschärfung der Selbstregulierung und die unischere weitere Entwicklung der Zuwanderung nach Annahme der Masseneinwanderungsinitiative bewirken.

Korrekturpotenzial auf dem Wohnimmobilienmarkt und das Risiko für die Volkswirtschaft bleiben unverändert hoch, schreibt die UBS. Das Wachstum der Hypothekarvolumen habe sich zwar etwas verlangsamt, doch die Verschuldung der Haushalte wachse weiterhin zu schnell. Zudem gebe es ein rekordhoch der Kreditanträge für die nicht zum Eigengebrauch vorgesehenen Liegenschaften. (fwa)