Rheinau

Die Ganzjahresbadi Rheinau bleibt bestehen und wird verschönert

Die Badi Rheinau wird gerettet.

Die Badi Rheinau wird gerettet.

Ein halbes Jahr nach dem Volksentscheid zur Rettung der Badi Rheinau übernimmt die Genossenschaft Aquarina den Betrieb. Die Öffnungszeiten werden ausgedehnt, der Eintritt erhöht und ein Bistro mit Aussenterrasse und Lounge-Bereich im Foyer eröffnet.

Am Sonntag, 1. Juni übergibt die Gemeinde die Badanlage an die Genossenschaft. Mit einem Badi-Fäscht wird am Samstag, 5. Juli, der Neustart gefeiert, wie Aquarina in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Noch vor einem Jahr drohte der Abbruch der Badi Rheinau. Dass das 1972 gebaute Schwimmbad per September 2013 angesichts der hohen Betriebskosten geschlossen werden sollte, löste in der Bevölkerung des Weinlandes Widerstand und eine breite Solidaritätswelle aus.

Im November 2013 sagten die Rheinauerinnen und Rheinauer an der Urne klar ja zur Rettung der Freizeitanlage. Die Gemeinde Rheinau und der Kanton Zürich hatten Hand geboten für den dafür nötigen Landhandel.

Die Gemeinde hat die Anlage bisher betrieben und das Land im Baurecht genutzt. Das Baurecht ist im letzten Herbst abgelaufen. Die Gemeinde kaufte nun für 1,55 Millionen Franken dem Kanton Zürich die Landparzelle ab, auf der das Bad steht. 1,4 Millionen Franken beschaffte sie sich durch den Verkauf der Elektrizitätsversorgung EV Rheinau an die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ).

Die Gemeinde stellt das Land der eigens gegründeten Genossenschaft Aquarina zur Verfügung, die die Anlage nun ab Sonntag betreibt. Es sei das einzige Ganzjahresbad zwischen Winterthur und Schaffhausen, heisst es in der Aquarina-Mitteilung.

Neu ist das Bad täglich ab 10 Uhr geöffnet, dreimal pro Woche wird ein Frühschwimmen angeboten. Die Eintrittspreise würden "moderat erhöht" und lägen nicht über dem Schweizer Durchschnitt, schreibt Aquarina. Die Anlage kann neu am Samstagabend für geschlossene Anlässe gemietet werden. (sda)

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