Abstimmung
Die FDP spricht sich für die Limmattalbahn aus: Das Gewerbe profitiere

Bürger, Gewerbe und Pendler würden von der Limmattalbahn profitieren – diese Haltung vertritt die FDP Kanton Zürich und beschloss für die Abstimmung vom 22.November die Ja-Parole.

Jürg Krebs
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Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin sagte an der FDP-Delegiertenversammlung: «Die Limmattalbahn erhöht die Standortattraktivität der ganzen Region.»

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin sagte an der FDP-Delegiertenversammlung: «Die Limmattalbahn erhöht die Standortattraktivität der ganzen Region.»

KEYSTONE

Nach der SP und der GLP haben auch die Delegierten der FDP für den Bau der Limmattalbahn votiert. Bislang hat einzig die SVP die Nein-Parole für die kantonale Abstimmung vom 22. November ausgegeben.

Regierungsrätin Carmen Walker Späh stellte den Anwesenden das Bahnprojekt vor. Die freisinnige Volkswirtschaftsdirektorin hat das Dossier Limmattalbahn nach der Wahl im Frühjahr von Ernst Stocker (SVP) übernommen. Walker Späh: «Die Limmattalbahn erhöht die Standortattraktivität der ganzen Region. Davon profi- tieren Bürgerinnen und Bürger, das Gewerbe sowie Pendlerinnen und Pendler.» Zudem bringe die Limmattalbahn nicht nur eine neue Stadtbahn in die Region, sondern auch markante Verbesserungen für den motorisierten Individualverkehr. Die freisinnigen Delegierten folgten diesen Ausführungen und fassten mit 110 Ja zu 3 Nein Stimmen (bei 1 Enthaltung) klar die Ja-Parole zur Limmattalbahn. Die Anwesenden kamen zum Schluss, dass der Wirtschafts- und Lebensraum Zürich auf eine intakte Verkehrsinfrastruktur angewiesen ist.

Das Projekt

Die Limmattalbahn (ein Tram) soll Altstetten mit Killwangen verbinden und die grössten Stadt- und Entwicklungsgebiete erschliessen. Die 13,4 Kilometer lange Strecke wird 27 Haltestellen aufweisen. 2019 soll die erste bis Ende 2022 die zweite Etappe in Betrieb genommen werden. Am 22. November wird über die Kantonalzürcher Staatsbeiträge von maximal 510,3 Millionen für den Bau der Limmattalbahn-Infrastruktur und über weitere 136,3 Millionen für die Erweiterung von Strassenkapazitäten abgestimmt. Die Gesamtkosten für die Limmattalbahninfrastruktur von 755 Millionen teilen sich der Bund und die Kantone Zürich und Aargau.