Zürich
Die Fallätsche: Artenvielfalt innerhalb der Stadtgrenzen

Um dem Rückgang der Artenvielfalt entgegenzuwirken, führten der Kanton und Grün Zürich Auflichtungs-massnahmen durch. Nun wird Bilanz gezogen.

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Mehr als 60 Pflanzen, welche man auf der Fallätsche finden kann, sind gefährdet. Bild: Matthias Böhni aus dem Buch "Üetliberg"

Mehr als 60 Pflanzen, welche man auf der Fallätsche finden kann, sind gefährdet. Bild: Matthias Böhni aus dem Buch "Üetliberg"

Fallätsche, Matthias Böhni Buch "Üetliberg"

Dass das Quartier Leimbach einen sehr ländlichen Charakter hat, ist in Zürich unumstritten. Tatsächlich aber findet man dort auch eine Natur-Sehenswürdigkeit, die anderweitig in Zürich ihresgleichen sucht: die Fallätsche. Diese ist ein Erosionstrichter mit diversen Steilhängen, welche jeweils unterschiedlich bewachsen sind. In den Neunzigerjahren konnten mehr als 300 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen werden, eine Zahl, die seither aber um etwa einen Sechstel abnahm. Der Grund hierfür war, dass flache Sträucher und Bäume sich ausbreiteten und daher das Wachstum niedriger Pflanzen einschränkten.

Als Gegenmassnahme wurden vom Kanton, wie auch von Grün Zürich ab 2010 Auflichtungsmassnahmen auf einem Drittel der Fläche durchgeführt. Die Aktion sei gemäss einer Medienmitteilung der Stadt ein Erfolg, einige seltene Tiere und Pflanzen konnten hierbei besonders gefördert werden. Die Pflege der Artenvielfalt ist wichtig, zumal man im Jahr 2019 nachweisen konnte, dass mehr als 60 der vorzufindenden Pflanzen auf der Liste der gefährdeten Arten sind. Ferner sind beispielsweise jahrzehntelang verschollene Falter auf der Fallätsche wieder zum Vorschein gekommen.