Strafvollzug
Die Elektronische Fussfessel gibt es nun auch bei den Bündnern

Bei der Überwachung von Straftätern mit einer elektronischen Fussfessel schliessen sich die Bündner der Zürcher Lösung an. Damit wird der elektronische überwachte Strafvollzug in Graubünden ab Anfang November im Rahmen eines Versuchs möglich.

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Elektronische Fussfesseln bieten die Möglichkeit, kurze Freiheitsstrafen auch ausserhalb der Gefängnismauern zu verbüssen.

Elektronische Fussfesseln bieten die Möglichkeit, kurze Freiheitsstrafen auch ausserhalb der Gefängnismauern zu verbüssen.

Keystone

Die Regierung in Chur genehmigte die Vereinbarung zwischen den Ämtern für Justizvollzug der Kantone Zürich und Graubünden zur Nutzung eines Gesamtsystems in der elektronischen Personenüberwachung, wie sie am Donnerstag mitteilte. Der elektronisch überwachte Strafvollzug soll an Stelle von kurzen Freiheitsstrafen oder am Ende von langen Strafen möglich werden.

Bis zur Inbetriebnahme der nationalen Lösung vermutlich im Jahr 2023 stellt der Kanton Zürich seine Technik anderen Kantonen als Übergangslösung zur Verfügung. Mit Ausnahme von fünf (TI, NE, FR, VS, JU) nehmen alle Kantone an dieser Übergangslösung teil.

Bei der Überwachungsform Electronic Monitoring wird an der zu überwachenden Person ein elektronischer Sender am Fussgelenk fixiert. Mit dem Gerät kann der Aufenthaltsort passiv beispielsweise zu Hause (Radiofrequenzsystem) oder aktiv ausserhalb der Wohnung (GPS-System) standortbezogen überwacht werden.