Zürich

Die Chilli's-Affäre wird dem Chefermittler der Sittenpolizei zum Verhängnis

Die Affäre um das Zürcher Chillis zieht weite Kreise.

Die Affäre um das Zürcher Chillis zieht weite Kreise.

Peter Rüegger, Chefermittler der Zürcher Stadtpolizei und ehemaliger Leiter der Fachgruppe Milieu- und Sexualdelikte, wurde von Polizeikommandant Daniel Blume der Führung der Sittenpolizei entbunden.

Im Zuge der Ermittlungen um Bestechung von Beamten liess der Chefermittler seine Mitarbeiter über Monate hinweg überwachen. Die Untersuchungen gipfelten im November letzten Jahres in der Festnahme von fünf Beamten. Rüegg habe Privattelefone seiner Mitarbeiter angezapft, bei einem der Verdächtigen sogar Wanzen in der Wohnung platziert, berichtet der «BLICK».

Inzwischen hat sich die Situation etwas beruhigt: Nur noch einer der fünf Verdächtigen sei noch inhaftiert. Aber das Vertrauensverhältnis in der Abteilung Milieu- und Sexualdelikte sei nachhaltig geschädigt. Die Sittenpolizei sei verunsichert, zum Teil seien ganze Abteilungen unter Generalverdacht geraten, wie ein Insider gegenüber dem Blatt sagt.

Auch Rüeggers Mitarbeiter, Cyrill Albisser, der die Untersuchenunge gegen die Kollegen leitete, wurde seines Postens enthoben. Diesem sei zudem noch eine Vorstrafe aus dem Jahr 2004 zum Verhängnis geworden, schreibt der. Er sei im Kanton Schwyz mit einer Pump-Action auf Hundejagd gegeangen und habe seinen Nachbarn gedroht, die Tiere zu erschiessen.

Es sei nicht das erste Mal, dass die Fachgruppe Mühe mit Rüeggers Arbeitsstil habe, so der «BLICK». Er habe unter anderem das «Vier-Augen-Prinzip» eingeführt, bei dem sich Polizisten nur noch zu zweit mit Informaten treffen durften. Dieses erschwere die Arbeit der Fachgruppe. (fwa)

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