Insgesamt waren Ende Januar 28'030 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich arbeitslos gemeldet, wie es in der Mitteilung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit (AWA) vom Montag heisst. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent liegt Zürich im Schweizer Durchschnitt.

Wie in den Wintermonaten üblich waren im Baugewerbe im Januar 110 Personen mehr ohne Arbeit als im Vormonat. Im Gastgewerbe fiel die Zunahme mit 56 Personen im Vergleich dazu etwas geringer aus. Auch in anderen Bereichen wie etwa Verkehr und Transport oder Reparatur- und Autogewerbe zeigen sich gemäss AWA saisonbedingte Zunahmen.
Mehr Arbeitslose im Grosshandel

Als "auffällig" bezeichnet das AWA die Entwicklung im Gross- und Detailhandel im Januar. Während Zunahmen im Detailhandel gewöhnlich seien, würden sie im Grosshandel etwas überraschen, schreibt das Amt. Man habe da eher einen Rückgang erwartet, jetzt gebe es aber einen leichten Anstieg auf tiefem Niveau, sagte AWA-Sprecher Can Arikan gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Mehr Arbeitslose gibt es in diesem Bereich beim Handel, Reparatur und Autogewerbe sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. Ein möglicher Grund dafür sei der Strukturwandel auf dem Bankenplatz, sagte Arikan.

"Wenn etwa eine Firma aus finanziellen Überlegungen die Anschaffung einer neuen Fahrzeugflotte aufschiebt, hat das Auswirkungen auf das Autogewerbe." Ob sich diese Annahme bestätige, müsse man im folgenden Monat aber schauen, sagte Arikan.