Wollishofen

Die Aktionshalle schliesst wegen Sanierung ihre Türen - Rote Fabrik sucht Alternativen

Der geplante Aufbau soll den stark brandbeschädigten Bürotrakt aus den 1950er-Jahren ersetzen und den Eingangsbereich der Roten Fabrik architektonisch wieder näher ans ursprüngliche Erscheinungsbild führen. Die Stadt Zürich schreibt das Baugesuch Ende Juli 2014 öffentlich aus.

Der geplante Aufbau soll den stark brandbeschädigten Bürotrakt aus den 1950er-Jahren ersetzen und den Eingangsbereich der Roten Fabrik architektonisch wieder näher ans ursprüngliche Erscheinungsbild führen. Die Stadt Zürich schreibt das Baugesuch Ende Juli 2014 öffentlich aus.

Ein Feuer zerstörte vor knapp zwei Jahren einen Teil des Kulturzentrums Rote Fabrik in Wollishofen. Nun wird nicht nur der Brandschaden behoben, sondern von März 2015 bis Juli 2016 auch der Trakt B instandgesetzt.

Vor knapp zwei Jahren zerstörte ein Feuer einen Teil des Kulturzentrums Rote Fabrik in Zürich Wollishofen. Beim Brand wurden vierzehn Ateliers stark beschädigt, teilweise wurden ganze Lebenswerke einzelner Künstler durch das Feuer zerstört. Durch den Brand, die Rauchentwicklung und das Löschwasser wurden Decken und Böden stark beschädigt, was insgesamt zu einer Schwächung der Gebäudestatik führte. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, wird die nötige Instandsetzung insgesamt aufwendiger ausfallen als zunächst angenommen.

Asbest erfordert Sorgfalt

Es stellte sich heraus, dass das Gebäude in schlechterem Zustand ist als angenommen und die Auflagen betreffend Brandschutz, Lärmschutz, Behindertengerechtigkeit und Arbeitshygiene umfangreicher ausfallen. Deshalb wird nun nicht nur der Brandschaden behoben, sondern von März 2015 bis Juli 2016 auch der Trakt B instand gesetzt. Der Stadtrat hat den Projektierungskredit dafür von 900 000 Franken auf 2,1 Millionen Franken erhöht. Die geschätzten Erstellungskosten werden auf insgesamt rund 16 Millionen Franken beziffert.

Die Feuerwehr bei der Roten Fabrik im Einsatz

Die Feuerwehr bei der Roten Fabrik im Einsatz

Weiter zeigte sich, dass in den sanierungsbedürftigen Decken und Böden Asbest gefunden wurde: «In gebundener Form ist dieser aber für die Besucher ungefährlich», entwarnt Beat Grossrieder, Leiter Kommunikation des Hochbaudepartements der Stadt Zürich. Trotzdem müsse man die betroffenen Stellen sorgfältig behandeln, was seine Zeit in Anspruch nehme.

Alternativen für Konzerte

Die grosse Mehrheit der kulturellen Aktivitäten in der Roten Fabrik seien von den Instandsetzungsarbeiten nicht weiter betroffen. Das gilt jedoch nicht für den Betrieb der Aktionshalle. Denn die Notausgänge führten durch den ausgebrannten Bereich, der sich oberhalb dieser Halle befindet. Aus feuerpolizeilichen Gründen musste deshalb seit dem Brand die ursprüngliche Platzzahl von 1300 auf 900 reduziert werden. Während der Sanierungsphase zwischen März 2015 und Herbst 2016 werden die Tore der Aktionshalle wegen der aufwendigen Arbeiten nun vollständig geschlossen bleiben: «Voraussichtlich werden in dieser Zeit keine Konzerte in der Aktionshalle stattfinden können», so Hochbaudepartements-Sprecher Grossrieder.

Derzeit suche die Stadt zusammen mit den Betreibern der Roten Fabrik sowie den Untermietern nach vorübergehenden Räumlichkeiten für die beliebten Konzerte, die sonst in der Aktionshalle stattfinden würden. Zu den Resultaten dieser Verhandlungen könne man jedoch frühestens nach den Sommerferien etwas sagen, so Grossrieder.

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