Universität Zürich
Deutsches Seminar fordert Abschaffung des Lateins

Ist das Germanistik-Studium bald am Ende seines Lateins angekommen? Geht es nach den Professoren des Deutschen Seminars der Universität Zürich, fällt die Antwort mit einem klaren «Ja» aus. Sie beantragen die Abschaffung der Lateinpflicht – und folgen dabei einem Trend.

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Immer mehr Institute schaffen die Lateinpflicht ab: Studenten im Atrium der Universität Zürich. (Archiv)

Immer mehr Institute schaffen die Lateinpflicht ab: Studenten im Atrium der Universität Zürich. (Archiv)

Keystone/PETRA OROSZ

In den Philosophischen Fakultäten der Universität Zürich gehörten Lateinkenntnisse lange Zeit zu einer unantastbaren Grundvoraussetzung, ohne die man das Studium nicht aufnehmen durfte. Seit Kurzem zeichnet sich jedoch ein Umdenken in akademischen Kreisen ab: Sowohl Kunstgeschichte, Philosophie, Anglistik und Deutsche Sprachwissenschaft haben sich, laut Tagesanzeiger, im März 2015 von der Lateinpflicht verabschiedet.

Obwohl sich das Deutsche Seminar damals noch gegen diese Entwicklung sträubte, hat sich die Meinung vieler Professoren nun komplett gedreht. Das Umfeld des Deutschen Seminars erklärt sich den Wandel im leichten Rückgang der Anzahl Studierenden, wie der Tagesanzeiger schreibt. Eine weitere Begründung sei, dass sich bereits im Gymnasium immer weniger Schüler für die Sprache interessieren.

Die Lateinpflicht bleibt neben der Theologischen Fakultät auch im Historischen und Romanischen Seminar weiterhin bestehen.