Parteikollegen beschreiben den 46-jährigen Beat Walti als konziliant und bescheiden. «Er ist kein Showman», betont ein Parlamentarier aus dem Mittelland gegenüber der SonntagsZeitung. Walti ist ein Wirtschaftsfreisinniger, vertritt aber auch gesellschaftsliberale Positionen.

Bislang sorgten die beiden Anwärter aus Bern und dem Tessin, die Nationalräte Christian Wasserfallen und Ignazio Cassis, für Gesprächsstoff. Gegenüber Wasserfallen und Cassis punktet Walti mit seiner Führungserfahrung: Er präsidiert die Zürcher Kantonalpartei, im Zürcher Kantonsparlament übte er bereits einmal das Amt des Fraktionspräsidenten aus. Aus dieser Zeit sei Walti dafür bekannt, dass er Sitzungen «effizient und zackig» führe, berichtet ein Weggefährte.

Walti bestätigt auf Anfrage, dass er «von verschiedenen Seiten» für den Posten angefragt wurde: Er fühle sich «geehrt, dass man mir diese Aufgabe zutraut». Ansonsten hält er sich noch diplomatisch bedeckt: Es sei noch zu früh für einen Entscheid, ob er kandidiere; erst müsse er klären, ob er eine solche Aufgabe mit seiner beruflichen und übrigen politischen Tätigkeit überhaupt vereinbaren könne.