Der Mann hatte im Gegensatz zu anderen Grundeigentümern einen Vergleich mit dem Flughafen geschlossen.

Basierend auf der Fluglärmbelastung von 2002 hatten sich die Flughafen Zürich AG und ein Grundeigentümer im November 2011 auf eine Entschädigung von 415'000 Franken geeinigt. Die für Enteignungen und Entschädigungen zuständige Eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10 liess im Juni 2012 ein nachträgliches Entschädigungsbegehren in der gleichen Sache nicht zu.

Der Grundeigentümer forderte eine erneute Betrachtung seines Falles, weil die Fluglärmbelastung seit dem Stichtag im Jahr 2002 gestiegen sei. Deshalb müssten die gesetzlichen Voraussetzungen, um eine Entschädigungsforderung nochmals geltend machen zu könne, nicht erfüllt werden.

Das sieht das Bundesverwaltungsgericht nicht so und stützt damit den Entscheid der Schätzungskommission. Mit dem Vergleich könnten zwingende Normen nicht einfach weg bedingt werden. Ausserdem weise die Vereinbarung alle Merkmale eines umfassenden Vergleichs auf.

Der Grundeigentümer selbst habe vor dem Abschluss geltend gemacht, es seien "sämtliche heute bestehenden oder voraussehbaren Umstände" zu berücksichtigen. Der Entscheid kann noch ans Bundesgericht weitergezogen werden. (Urteil A-4357/2012 vom 24.04.2014). (sda)