Regelmässig wird in den Medien über das neue Kornhaus von Swissmill berichtet. Oft geht es ums Aussehen des Turms. Die Kritiker sind dabei in ihrer Wortwahl nicht zimperlich.

Die "NZZ am Sonntag" schrieb beispielsweise am 17. April unter dem Titel "118 Meter Hässlichkeit" von einer "urbanistischen Sünde der Sonderklasse" und "20 Minuten" rief seine Leser dazu auf, Vorschläge für die Verschönerung des Turms einzureichen.

"Die Kritik tut mir nicht weh. Im Gegenteil, ich nehme sie gerne entgegen", sagt Raimund Eigenmann, Leiter Produktion und Technik bei Swissmill, einer Tochterfirma von Coop. Bis jetzt habe er persönlich allerdings nur positive Rückmeldungen zum neuen Getreidesilo erhalten.

Dies deckt sich mit der Beurteilung der Kommission, die das Projekt vor der Abstimmung im Februar 2011 geprüft hatte. Die externen Fachleute, Stadtratsmitglieder und Fachpersonen der Verwaltung befanden das Projekt in der Abstimmungszeitung für "einfach und besonders gut gestaltet". Das Silo wirke nicht als fremder Einzelbau, sondern bilde mit den anderen ähnlichen Bauten ein Ensemble.

Künstler wollen Turm nutzen

Raimund Eigenmann weiss von Künstlern, die das Silo als "schönsten Monolithen der Welt" bezeichnen. Die Künstler möchten den 118 Meter hohen Turm als Projektionsfläche für ihre Kunst nutzen. "Sie brennen beispielsweise darauf, ihn zu beleuchten. Wir haben bereits hunderte Ideen bekommen, was alles möglich wäre", sagt Eigenmann.

Gestaltungsideen von Künstlern:

Ausserdem sei Coop der Idee gegenüber grundsätzlich offen, dass sich der Turm noch verändere - beispielsweise in Sachen Begrünung oder Farbgebung. "Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen." In einem ist sich Eigenmann jedoch ganz sicher: "Der Getreidespeicher wird ein neues Wahrzeichen für Zürich".