Der ehemalige Chef eines kantonalzürcherischen Amtes hat durch alle Instanzen für Schadenersatz von knapp 16 000 Franken, eine Genugtuung von 10 000 Franken und eine Abfindung von zwölf Monatslöhnen gekämpft. Ohne Erfolg, wie aus einem eben veröffentlichten Urteil des Bundesgerichts hervorgeht.

Grund für die Klage war, dass sich der Amtschef gemobbt fühlte. Und zwar hauptsächlich vom Generalsekretär der zuständigen Direktion. Der Fall eskalierte, als sich der Amtschef im Februar 2012 mit den Mobbingvorwürfen an seinen vorgesetzten Regierungsrat wandte. Nachdem sich der Mann im Juni krankgemeldet hatte, kündigte er einen Monat später seinen Posten auf Ende Januar 2013. Diesen Schritt begründete er damit, dass der Regierungsrat dem Mobbingvorwurf nicht mit dem nötigen Druck nachgegangen sei.

Pflicht erfüllt

Mit demselben Argument beantragte der Mann die erwähnten Gelder. Der Regierungsrat lehnte das Begehren im November 2012 ab. Es liege kein Verstoss gegen arbeitgeberische Fürsorgepflicht vor, befand die Regierung. Der Amtschef liess es nicht darauf bewenden, sondern reichte Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich ein. Nachdem er dort im November 2013 abgeblitzt war, zog er seinen Fall ans höchste Gericht weiter.

Das Bundesgericht folgt nun dem Entscheid der Vorinstanz. Der zuständige Regierungsrat habe die notwendigen Abklärungen getroffen, als er von den Mobbingvorwürfen Kenntnis erhalten habe. Er habe sowohl mit dem Beschwerdeführer selber als auch mit sieben anderen Mitarbeitenden Gespräche geführt. Zudem habe er vom Generalsekretär, auf den sich die Vorwürfe hauptsächlich bezogen, eine schriftliche Stellungnahme eingeholt. Im Rahmen dieser Abklärungen habe sich gezeigt, dass der Amtschef zwar über die erforderlichen fachlichen Qualitäten verfüge, aber erhebliche Führungsdefizite aufweise.

Der zuständige Zürcher Regierungsrat hat laut Bundesgericht seine Fürsorgepflicht «in genügendem Masse wahrgenommen». Die sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts in Luzern hat demnach die Beschwerde des ehemaligen Amtschefs abgewiesen.