Winterthur
Der Minimalbetrag für Betreuung in Winterthurer Kitas soll angehoben werden

Winterthurer Eltern, die ihre Kinder in einer Kindertagesstätte (Kita) betreuen lassen, müssen künftig möglicherweise tiefer in die Tasche greifen. Der Stadtrat will den Minimalbeitrag der Eltern auf 15 Franken pro Tag anheben.

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Minimalbeitrag für Kindertagesstätten soll in Winterthur steigen (Symbolbild)

Minimalbeitrag für Kindertagesstätten soll in Winterthur steigen (Symbolbild)

Lea Reimann

Derzeit liegt der Mindestbeitrag noch zwischen 10.40 Franken und 13.70 Franken. Die Erhöhung ist Teil der neuen Kita-Verordnung, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Diese sieht vor, dass zur Berechnung der Elternbeiträge künftig das steuerbare Einkommen und nicht mehr das Bruotteinkommen herangezogen wird.

Die Stadt will künftig Beiträge bis zu einem steuerbaren Einkommen von 85'000 Franken leisten. Heute gilt als Obergrenze ein Bruttoeinkommen von 151'000 Franken. Die Verordnung muss noch vom Grossen Gemeinderat genehmigt werden.

Gemäss der neuen Verordnung entwickelt sich der Elternbeitrag künftig linear zum Einkommen. Damit entfallen laut Mitteilung Fehlanreize, die bei der bisherigen progressiven Kurve dazu führen konnten, dass die Erhöhung des Einkommens durch überproportional höhere Betreuungsbeiträge wettgemacht wurde.
Tiefere Beiträge bei günstigen Kitas

Die Betreuungseinrichtungen sollen künftig einen individuell festgelegten Tagestarif erhalten. Das heisst, dass bei günstigen Kitas der städtische Beitrag reduziert wird. Bei teureren Kitas müssen die Eltern die Differenz übernehmen.

Die neue Kita-Verordnung trägt nach Ansicht der Stadt der Tatsache Rechnung, dass die Kinderbetreuung im Vorschulalter und in Tagesfamilien durch private Trägerschaften organisiert wird. Die Regelungen betreffen deshalb nur Betreuungsverhältnisse, die durch die Stadt finanziell unterstützt werden. (sda)