Zürich

Der Lehrmittelverlag Zürich bekommt unternehmerischen Spielraum

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Der Lehrmittelverlag Zürich soll von einer unselbständigen öffentlich-rechtlichen Anstalt in eine Aktiengesellschaft im öffentlichen Besitz umgewandelt werden. Der Regierungsrat hat eine entsprechende Gesetzesänderung in die Vernehmlassung gegeben.

Der Lehrmittelverlag bewege sich in einem Umfeld, das sich stark verändert, begründet der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Freitag die angestrebte Umwandlung. Angesichts aktueller Herausforderungen wie dem digitalen Wandel oder dem Lehrplan 21 benötige der Lehrmittelverlag einen grösseren unternehmerischen Spielraum.

Für den Kanton Zürich sei es wichtig, dass der Lehrmittelverlag den Volksschulen weiterhin qualitativ gute und preiswerte Lehrmittel zur Verfügung stelle. Der Entwurf des Gesetzes über den Lehrmittelverlag enthalte deshalb Bestimmungen, die den Lehrmittelverlag auf die bisherigen öffentlichen Aufgaben für die Zürcher Volksschule verpflichte.

Der Lehrmittelverlag hat demnach weiterhin Unterrichtsmittel für alle Schülerinnen und Schüler bereitzustellen. Dazu gehören auch Lehrmittel für kleinere Schülergruppen, wie etwa Kinder mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen, für die kein genügendes Angebot besteht. An der Lehrmittelverlags AG können sich gemäss Gesetzesentwurf auch andere Kantone und Gemeinden beteiligen.

Im Bildungsgesetz von 2002 ist festgelegt, dass der Kanton Zürich einen Lehrmittelverlag als unselbständige öffentlich-rechtliche Anstalt führt. Heute ist er Teil der Bildungsdirektion. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Lehrmittel und Unterrichtshilfen für die Zürcher Volksschule zu produzieren, zu erwerben und zu vertreiben. (sda)

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