Zürich
Der kantonale Richtplan Verkehr wurde überarbeitet

Die Teilrevision des Kapitels Verkehr des kantonalen Richtplans wird vom 27. Juni bis 30. September öffentlich aufgelegt. Insgesamt geht es um fünf Vorhaben. Umstritten ist vor allem die Linienführung der Oberlandautobahn.

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Die überarbeitete Richtplanvorlage wird der Öffentlichkeit vorgelegt.

Die überarbeitete Richtplanvorlage wird der Öffentlichkeit vorgelegt.

Keystone

Nachdem das Bundesgericht im Juni 2012 das Projekt Lückenschluss Oberlandautobahn zurückgewiesen hatte, weil es im Abschnitt Wetzikon bis Hinwil die Moorlandschaft in unzulässiger Weise beeinträchtigt hätte, musste eine neue Linienführung gefunden werden. Im kantonalen Richtplan festgelegt werden soll nun die Variante 2, die westlichste von dreien.

Ausschlaggebend für den Entscheid waren die Umweltauswirkungen, wie es im entsprechenden Regierungsratsbeschluss heisst. Die Hauptherausforderungen waren der Schutz des Grundwassers und der Landschaft. Die gewählte Variante umfährt das kantonale Schutzgebiet Drumlinlandschaft Zürcher Oberland.

Die überarbeitete Linienführung, die weitgehend unterirdisch verläuft, schliesst die Lücke zwischen dem heutigen Autobahnende bei Uster Ost und dem Kreisel Betzholz mit einem Anschluss an die Forchautostrasse A52. Der Anschluss Ottikon wird beibehalten, der Halbanschluss Wetzikon Ost fällt weg.

Depot für Limmattalbahn in Dietikon-Müsli

Änderungen gibt es auch bei der Glattalautobahn. Neu wird die von Bund und Kanton bevorzugte direkte Linienführung festgelegt. Die bisher vorgesehene Nordumfahrung Kloten wird gestrichen. Zusätzlich wird der Ausbau der A1 zwischen der Verzweigung Baltenswil und dem Anschluss Winterthur-Töss in den Richtplan aufgenommen.

Ebenfalls revidiert wird die bisherige Festlegung der Entlastungsstrasse Oberwinterthur. Diese heisst neu Zentrumserschliessung Neuhegi-Grüze und liegt weiter östlich als der bisherige Planungseintrag.

Ausserdem wird im Richtplan ein Standort für ein Depot der Limmattalbahn in Dietikon-Müsli festgelegt. Die Anlage soll direkt angrenzend an den Rangierbahnhof Limmattal erstellt werden.

Im Hinblick auf einen künftigen 7-Minuten-Takt muss das Depot 14 Zugskompositionen mit einer Länge von 45 Metern aufnehmen können. Für den Fall einer Verlängerung der Limmattalbahn nach Baden soll es eine Erweiterungsmöglichkeit für zehn weitere Fahrzeuge geben.

Nach der öffentlichen Auflage werden die Einwendungen ausgewertet. Die überarbeitete Richtplanvorlage überweist der Regierungsrat dann an den Kantonsrat. (sda)