Natur

Der Kanton Zürich hat neu eine Biberfachstelle

Eine Bibermutter mit Nachwuchs. mz

Eine Bibermutter mit Nachwuchs. mz

Den Biberbestand zu sichern und gleichzeitig die Konflikte zwischen Mensch und Tier auf ein Minimum zu reduzieren: Das ist das Ziel der Biberfachstelle des Kantons Zürich, die am 1. Juli ihre Arbeit aufgenommen hat.

Wie die Baudirektion am Freitag mitteilte, hat sich der Biberbestand im Kanton Zürich erfreulich entwickelt. Im Jahre 2011 wurden rund 250 Tiere gezählt. Noch immer steht der Nager jedoch auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und muss geschützt werden.

Als fleissiger Baumeister fällt der Biber Bäume, staut Bäche oder untergräbt zuweilen Strassen und Wege. Weil dies zu Konflikten führen kann, hat der Kanton Zürich 2012 ein Biberkonzept erlassen, das unter anderem auch die Schaffung einer Biberfachstelle vorsah.

Gedacht ist sie als Drehscheibe für alle Informationen rund um den Biber, aber auch als Anlaufstelle bei Schwierigkeiten mit dem Biber. Sie berät vor Ort Landeigentümer, Landwirte, Förster und weitere Betroffene, wie es in der Mitteilung heisst.

Mit der Führung der Fachstelle hat die Fischerei- und Jagdverwaltung die Greifensee-Stiftung beauftragt. Sie ist - ebenfalls im Auftrag des Kantons - bereits verantwortlich für die Information und Aufsicht in den beiden Naturschutzgebieten Greifensee und Pfäffikersee. Geleitet wird die Fachstelle von Forstwart Urs Wegmann und der Biologin Laura Walther.

Die kantonale Fischerei- und Jagdverwaltung bleibt nach wie vor die verantwortliche Amtsstelle für die Umsetzung des Biberkonzepts. Sie erteilt Ausnahmegenehmigungen im Umgang mit dem Biber und entscheidet über Entschädigungen für Präventionsmassnahmen oder bei Schäden, die durch den Biber angerichtet werden,.

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