Das Einholen von Einwohnerdaten war für kantonale Behörden bisher eine aufwendige Arbeit: Per Telefon, Mail, Fax oder Brief mussten sie bei den Gemeinden eine Anfrage stellen. 1,8 Millionen Abfragen wurden pro Jahr im Durchschnitt getätigt.

Das war mühsam und fehleranfällig - aber nicht anders zu handhaben, weil Daten wie etwa der Zivilstand oder Angaben über Betreibungen ausschliesslich bei den Gemeinden gespeichert waren.

Nötig sind solche Abfragen beispielsweise dann, wenn eine Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) für mehrere Gemeinden zuständig ist und deshalb Zugriff auf deren Daten braucht.

Künftig sollen alle Einwohnerdaten zentral auf einer kantonalen Plattform zu finden sein. Der Kantonsrat hat eine dafür nötige Ergänzung des Gesetzes über das Meldewesen und die Einwohnerregister am Montag in erster Lesung beraten. Die zweite Lesung mit Schlussabstimmung findet in vier Wochen statt. (sda)