Baugesuch
Der Kanton will den Baubewilligungsprozess komplett digitalisieren – noch aber fehlt die gesetzliche Grundlage

Der Kanton Zürich lanciert das Projekt «eBaugesucheZH – volldigital». Damit soll eine vollständige Digitalisierung im Bereich der Baugesuche erreicht werden. Dafür fehlen derzeit noch die gesetzlichen Grundlagen.

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Elektronische Baugesuche sollen Papierdokumente ersetzen. Erste Erfahrungen fallen positiv aus. (Symbolbild)

Elektronische Baugesuche sollen Papierdokumente ersetzen. Erste Erfahrungen fallen positiv aus. (Symbolbild)

KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

Der Kanton Zürich will eine vollständige Digitalisierung des Baubewilligungsprozesses erwirken. Dies schreibt die kantonale Baudirektion in einer heute verschickten Medienmitteilung.

Damit das Ziel erreicht werden kann, müssen zuvor Anpassungen im Verwaltungsverfahrensgesetz (VRG), im Planungs- und Baugesetz (PBG) und der Bauverfahrensverordnung (BVV) vorgenommen werden. Bis Mitte 2021 soll dem Regierungsrat ein Vorschlag unterbreitet werden. Das entsprechende Projekt des Kantons trägt dabei den Namen «eBaugesucheZH – volldigital».

Bereits seit Februar 2020 realisiert ist das Projekt «eBaugesucheZH» und die entsprechende Plattform. Diese würde schon heute einen volldigitalen Baubewilligungsprozess ermöglichen. Weil im Kanton aber die gesetzlichen Grundlagen fehlen, müssen nach wie vor gewisse Papierdokumente eingereicht werden. Dazu gehört zum Beispiel das Baugesuch. Gesuchstellende müssen dieses Dokument einmal digital und zweimal in Papierform verschicken.

Als zukunftsweisende und benutzerfreundliche eingeschätzt

Trotz diesen Startschwierigkeiten sind die Erfahrungen mit der kostenlosen Plattform gut, heisst es in der Medienmitteilung. «eBaugesucheZH» werde von den Gesuchstellenden und Gemeindemitarbeitenden als zukunftsweisende und benutzerfreundliche eingeschätzt. Durch die Vernetzung aller Beteiligten komme es zu einem einfacheren, effizienteren und transparenteren Daten- und Informationsaustausch.

Eingesetzt wird die Plattform derzeit in 14 Zürcher Gemeinden. Darunter Aesch, Dübendorf, Hausen am Albis, Pfäffikon oder Thalwil. Die Rückmeldungen dieser Gemeinden floss in die neue Produktversion ein, die Ende September auf den Markt gebracht wird. Geplant ist dann auch die Nutzung in Zürich und Winterthur. Zugang zur Plattform erhalten Nutzer über den Link im Online-Schalter der zuständigen Gemeinde direkt über die Adresse portal.ebaugesuche.zh.ch.