Gastronomie
Der internationale «Salon du Chocolat» gastiert erstmals in Zürich

Die «göttliche Bohne» steht im Zentrum des «Salon du Chocolat». Dieser findet nach internationalen Erfolgen erstmals in Zürich statt. Vom 30. März bis 1. April sind die Köstlichkeiten und ihre Hersteller in der Halle 3 der Messe Zürich zu besichtigen

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Die «göttliche Bohne» steht im Zentrum des «Salon du Chocolat».

Die «göttliche Bohne» steht im Zentrum des «Salon du Chocolat».

Keystone

Nach dem Festival du Chocolat de Versoix (GE) und dem Salon des Chocolatiers de Genève ist der Salon du Chocolat die dritte Veranstaltung, die sich in der Schweiz der Kakaobohne, deren Verarbeitern und ihren Produkten widmet.

Die Idee, 18 Jahre nach seiner Erstausgabe in Frankreich auch in der Schweiz einen Salon du Chocolat durchzuführen, beschäftigte Mitbegründerin Sylvie Douce schon lange. «Meine Schweizer Wurzeln sagten mir, dass ich ins Land der Schokolade gehen muss», sagte die französisch-schweizerische Doppelbürgerin gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

«Ein erster Versuch scheiterte vor zehn Jahren», erzählt Douce. Sie und ihr Gatte François Jantet fanden nicht genügend Aussteller, die sich im Genfer Palexpo präsentieren wollten. Zuerst mussten Douce und Jantet internationale Erfolge vorweisen, bevor sich Schweizer Aussteller für den Salon du Chocolat erwärmten.

Auf Interesse stiess der Salon in Paris, New York, Tokyo, Moskau, Shanghai, Kairo und Bologna. Rund eine Million Besucherinnen und Besucher verbrachten jährlich einige Zeit im Salon du Chocolat.

Ausbaumöglichkeiten an der Messe Zürich

Man habe sich für den Standort Zürich entschieden, weil die Limmatstadt die Wirtschaftsmetropole der Schweiz sei, sagte Douce. Ausserdem biete die Messe Zürich mit ihren zahlreichen Hallen Ausbaumöglichkeiten.

Die Organisatoren investieren 300'000 Euro in die Zürcher Ausgabe. 60 Ausstellende belegen 4000 Quadratmeter Hallenfläche. Erwartet werden rund 10'000 Zuschauerinnen und Zuschauer, wie Douce sagte.

Unterschiedliche Schoggi-Vorlieben

Nach Ansicht des Confiseuers Philippe Pascoët aus Carouge GE bevorzugen Deutschschweizer süssere Schokolade als die Romands. Pascoët, der bereits am Salon du Chocolat in Paris und am Salon des Chocolatiers de Genève teilgenommen hat, kann seine These in Zürich überprüfen.

Der Salon des Chocolatiers de Genève fand erstmals im vergangenen Oktober statt. Mit 6000 Besuchenden übertraf er die Erwartungen der Organisatoren, wie Direktorin Lise Luka ausführte.

Die erste Ausgabe des Festival du Chocolat de Versoix ging 2005 über die Bühne. Es setzt laut dem Gründer Patrick Malek-Asghar stark auf regional verankerte Produkte.

Nach Ansicht aller Organistoren hat es in der Schweiz genügend Raum für mehrere Schokolade-Messen. Schliesslich verdrücken die Eidgenossen jährlich zwölf Kilo Schokolade pro Kopf.