Innovationspark Zürich
Der Innovationspark auf dem Flugplatz Dübendorf rückt näher

Auf 70 der 230 Hektaren des Flugplatzes Dübendorf soll der Innovationspark Zürich entstehen. Bis Mitte Jahr wird eine Studie vorliegen, welche die städtebaulichen Rahmenbedingungen und die inhaltlichen Eckwerte festhält,

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Auf einem Teil des Dübendorfer Flugplatz-Geländes soll der Innovationspark entstehen.

Auf einem Teil des Dübendorfer Flugplatz-Geländes soll der Innovationspark entstehen.

Keystone

Auf Basis dieses Konzeptes werde dann ein kantonaler Gestaltungsplan erarbeitet, der im Sommer 2015 festgelegt werden soll. In einer ersten Etappe ist ein 20 bis 30 Hektare grosses Areal für den Innovationspark vorgesehen.

Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschende Unternehmen werden auf dem Innovationspark konzentriert. Innovative Ideen sollen zu neuen marktfähigen Produkten und Dienstleistungen entwickelt werden.

Hauptstandorte bei Zürich und Lausanne

Der Nationale Innovationspark besteht aus zwei Hauptstandorten (Hubs) in der Nähe der Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich (ETH) und in Lausanne (EPFL). Bevorzugter Standort für den Zürcher Hub ist gemäss dem Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) der Militärflugplatz Dübendorf, der von der Armee nur noch für eine Helibasis genutzt wird.

Neben den zwei Hubs wird es einige regional ausgerichtete Netzwerkstandorte geben. Die Ausschreibung läuft bis 28. März. Der Bund wird den Entscheid über die Standorte voraussichtlich 2015 fällen.

Der Innovationspark lasse sich in Dübendorf auch dann realisieren, wenn - wie vom Bund geplant - die Flugpiste künftig für die Geschäftsfliegerei genutzt werden sollte, sagte Stocker. Die Kantonsregierung lehnt den Flugbetrieb ab.

Der Bundesrat will bis Mitte Jahr über eine zivilaviatische Nutzung des Flugplatzes entscheiden. Auch wenn ein privater Betreiber den Zuschlag erhält, dürfte nach Meinung von Volkswirtschaftsdirektor Stocker noch lange nicht geflogen werden. Kantons- und Regierungsrat könnten noch mitreden. Zur nötigen Planungsänderung sei schlussendlich ein Entscheid des Kantonsparlaments erforderlich.

So soll das Areal des Flugplatzes aufgeteilt werden

So soll das Areal des Flugplatzes aufgeteilt werden

Regierungsrat Zürich

Privatrechtliche Trägerschaft als Innovationspark-Betreiberin

Entwickelt wird der Innovationspark Zürich unter der Federführung des Kantons zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Geplant ist, dass der Kanton für die Anschubfinanzierung zuständig ist.

Der Betrieb soll dann von einer privatrechtlichen Trägerschaft unter Beteiligung des Kantons (Public-Private-Partnership-Modell) übernommen werden. Mittel- bis langfristig müsse der Innovationspark selbsttragend sein und von den auf dem Areal ansässigen Akteuren finanziert werden, sagte Stocker.

Noch kein Entscheid zur inhaltlichen Ausrichtung

Thematisch wird sich der Zürcher Innovationspark laut Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) auf die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Stärken des Grossraums Zürich ausrichten. Zur genauen Ausrichtung sei jedoch noch nichts entschieden.

Drei Optionen stünden zur Diskussion: Life Sciences und Lebensqualität, Engineering und Umwelt sowie digitale Technologien und Kommunikation. Es gehe nicht nur darum, den Bogen von der Forschung zur Wirtschaft zu schlagen, sagte Aeppli. Es gehe auch um Entwicklungen im Interesse der ganzen Gesellschaft.