Flughafen Zürich
Der Fluglärm macht immer mehr Personen zu schaffen

Der Fluglärm rund um den Flughafen Zürich setzt immer mehr Menschen zu. Im letzten Jahr gab es gemäss dem neusten Zürcher Fluglärm-Index 61'916 Lärmgeplagte. Der Richtwert wurde damit um fast 15'000 Personen überschritten.

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Der Kampf gegen übermässigen Fluglärm flammt neu auf.

Der Kampf gegen übermässigen Fluglärm flammt neu auf.

Von den 61'916 Personen fühlten sich 37'726 tagsüber stark belästigt, 24'190 nachts. Dies geht aus dem am Freitag veröffentlichten Flughafenbericht 2016 hervor. Die darin publizierten Daten beziehen sich auf das Jahr 2015. Der Zürcher Fluglärm-Index ZFI sieht vor, dass höchstens 47'000 Personen durch Fluglärm stark gestört werden dürfen.

Dass immer mehr Menschen unter dem Fluglärm leiden, liegt unter anderem auch daran, dass immer mehr in der Flughafenregion wohnen. Technische Verbesserungen bei den Flugzeugen halten gemäss Bericht mit diesem Bevölkerungswachstum nicht mit, sodass trotz leiserer Flugzeuge die Anzahl Lärmgeplagter steigt.

Auch in Zukunft wird der Fluglärm wohl nicht abheben. Mit dem neuen Abflugkonzept des Flughafens Zürich werden das Aargauer Limmattal und der Rohrdorferberg stark belastet. Die betroffenen Gemeinden wehren sich allerdings gegen die umstrittenen Pläne.

Zu viele Nachtflüge

Am Flughafen Zürich gilt eine siebenstündige Nachtflugsperre zwischen 23 und 6 Uhr. Zwischen 23 und 23.30 Uhr können jedoch bewilligungsfrei Verspätungen abgebaut werden. 2015 waren dies 2200 Flüge. Hier bestehe "immer noch Verbesserungspotenzial", heisst es im Bericht.

Bewilligungen braucht es für die Zeit nach 23.30 Uhr. Die Flughafen Zürich AG hat im vergangenen Jahr 238 solcher Einzelbewilligungen erteilt.

Die Gesamtzahl der Starts und Landungen bewegte sich mit rund 265'000 im vorgesehenen Rahmen. Das Flughafengesetz erlaubt maximal 320'000 Flugbewegungen.