Ferienbeginn

Der Flughafen meistert Grossandrang dank artiger Passagiere souverän

Heute starten im Kanton Zürich die Sommerferien. Am Flughafen führte dies zu langen Schlangen.

Heute starten im Kanton Zürich die Sommerferien. Am Flughafen führte dies zu langen Schlangen.

Eine Viertelmillion Reisende passierte dieses Wochenende den Flughafen Zürich. Trotzdem verlief in Kloten alles reibungslos – umsichtiger Vorbereitungen und folgsamen Reisenden sei Dank.

Das Schauspiel wiederholt sich einmal jährlich pünktlich zum Sommerferienbeginn. Das Schuljahr ist vorbei, die Temperaturen steigen wieder, und das Fernweh hat sich schon während der grauen Wintermonate verstärkt. Wer es sich leisten kann, verreist.

Für den Flughafen Zürich bedeutet das, dass immer am Wochenende vor der dritten Juliwoche besonders viele Menschen fliegen wollen. Das war auch dieses Jahr nicht anders: Von Freitag bis Sonntag waren insgesamt rund eine Viertelmillion Fluggäste unterwegs. Am Freitag und Samstag reisten je knapp 84'000 Ferienhungrige über den Flughafen Zürich, am Sonntag waren es sogar rund 89'000 Passagiere, wie eine Flughafen-Sprecherin gestern mitteilte. Zum Vergleich: Durchschnittlich flogen im Jahr 2013 täglich 68'000 Personen.

Frühes Erscheinen lohnt sich

Trotz des grossen Andrangs verlief der Betrieb problemlos. Damit der Ferienanfang für alle Beteiligten möglichst stressfrei verlaufen würde, appellierte der Flughafen im Vorfeld an die Passagiere. Es sei ratsam, mindestens zwei Stunden vor Abflug einzutreffen, damit Wartezeiten bei der Gepäckaufgabe, der Bordkarten- oder Sicherheitskontrolle keine Verspätungen verursachen würden. Das funktionierte gemäss Flughafensprecherin gut: Die Passagiere seien tatsächlich frühzeitig angereist.

Um die Passagierströme zu lenken, waren Airport-Guides im Einsatz, die den Reisenden bei Bedarf unterstützend zur Seite standen. Der Flughafen hatte die Passagiere ausserdem aufgerufen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen. Diese hatten letztes Jahr noch für Aufregung gesorgt: Just auf den Ferienbeginn im letzten Sommer waren einige Zugverbindungen wegen Bauarbeiten am Bahnhof Oerlikon ausgefallen.

Keine Probleme wegen Umbau

Dieses Jahr musste man sich hingegen eher auf Probleme mit dem Privatverkehr gefasst machen: Weil bei den Vorfahrten im An- und Abflugbereich zurzeit Umbauarbeiten durchgeführt werden, mussten Leute, die Freunde oder Verwandte zum Airport brachten, mit Verzögerungen rechnen. Letztlich lief jedoch auch hier alles rund: Der Empfehlung, den öffentlichen Verkehr zu benutzen, seien am Wochenende viele Reisende gefolgt, so die Sprecherin. Die Parkhäuser seien in der Folge denn auch zu keinem Zeitpunkt übervoll gewesen.

Einen Teil des Stresses konnten die Fluggäste auch umgehen, indem sie schon am Vorabend oder online eincheckten. An über 50 Bahnhöfen in der Schweiz kann man heutzutage einchecken und auch sein Gepäck aufgeben.

Wir haben eine Umfrage am Flughafen Zürich gemacht:

«Es ist nun das vierte Mal, dass wir in der Formation ‹Schwestern mit Ehemännern› zusammen Ferien machen. Wir haben für die Woche ein Auto gemietet, um durch die saftigen grünen Hügellandschaften zu fahren. Wir werden fast jede Nacht an einem anderen Ort übernachten. Etwas Respekt haben wir vor dem Linksfahren.»

Peter und Helen Stalder aus Landquart reisen mit Albert und Margrith Koller aus Rorschach nach Shannon (Irland):

«Es ist nun das vierte Mal, dass wir in der Formation ‹Schwestern mit Ehemännern› zusammen Ferien machen. Wir haben für die Woche ein Auto gemietet, um durch die saftigen grünen Hügellandschaften zu fahren. Wir werden fast jede Nacht an einem anderen Ort übernachten. Etwas Respekt haben wir vor dem Linksfahren.»

«Im Flugzeug wollen unsere Enkelinnen nicht neben ihren Eltern, sondern neben uns Grosseltern sitzen. Wir freuen uns aufs gemeinsame Sandburgenbauen und Planschen mit ihnen. Die jungen Eltern können am Abend auch mal in den Ausgang gehen – und für die Enkelinnen hätte es sogar eine Kinderdisco.»

Tabita und Peter Orth reisen mit Tochter Steffi und deren Familie (Mario, Luana und Malea Köng) nach Sardinien:

«Im Flugzeug wollen unsere Enkelinnen nicht neben ihren Eltern, sondern neben uns Grosseltern sitzen. Wir freuen uns aufs gemeinsame Sandburgenbauen und Planschen mit ihnen. Die jungen Eltern können am Abend auch mal in den Ausgang gehen – und für die Enkelinnen hätte es sogar eine Kinderdisco.»

«Ich fliege jetzt nach Düsseldorf, wo mich mein Opa abholt. Dann verbringe ich zwei Wochen bei ihm in Gronau, wo ich lebte, bis ich 10 Jahre alt war. Die Oma ist leider gestorben. Doch ich freue mich, meine Urgrosstante Helga zu besuchen, Ausflüge zu Bekannten nach Holland zu unternehmen, aufs Reiten und auf den Gronauer Stadtpark.»

Cansu Kayacik (14) aus Seuzach reist nach Gronau (Deutschland) und Holland:

«Ich fliege jetzt nach Düsseldorf, wo mich mein Opa abholt. Dann verbringe ich zwei Wochen bei ihm in Gronau, wo ich lebte, bis ich 10 Jahre alt war. Die Oma ist leider gestorben. Doch ich freue mich, meine Urgrosstante Helga zu besuchen, Ausflüge zu Bekannten nach Holland zu unternehmen, aufs Reiten und auf den Gronauer Stadtpark.»

«Wir wollen in den vier Tagen New York und 10 Tagen Miami als Familie eine tolle Zeit haben und viel erleben. Auf dem Programm stehen etwa ein Helikopterflug über New York und eine Reise zur Freiheitsstatue per Speedboat. In Miami fahren wir zuerst in den Everglades durch einen Sumpf voller Krokodile und entspannen schliesslich am Strand.»

Familie Straub (Christoph, Angela, Yannick und Jessica) aus Oberwil reisen nach New York und Miami:

«Wir wollen in den vier Tagen New York und 10 Tagen Miami als Familie eine tolle Zeit haben und viel erleben. Auf dem Programm stehen etwa ein Helikopterflug über New York und eine Reise zur Freiheitsstatue per Speedboat. In Miami fahren wir zuerst in den Everglades durch einen Sumpf voller Krokodile und entspannen schliesslich am Strand.»

«Da meine Schwester, Max und Annas Mutter, noch arbeiten muss, fliege ich mit ihnen für eine Woche nach Singapur. Danach besuchen wir ihren Vater in Peking, wo sie noch nie waren. Wir wollen Tiananmen-Platz, Chinesische Mauer und die Verbotene Stadt sehen. Die Kinder sollen die Wurzeln ihrer Mutter kennen lernen.»

Anna und Max Schmid aus Zürich reisen mit ihrer Tante Jing Huang aus dem australischen Canberra nach Singapur und Peking:

«Da meine Schwester, Max und Annas Mutter, noch arbeiten muss, fliege ich mit ihnen für eine Woche nach Singapur. Danach besuchen wir ihren Vater in Peking, wo sie noch nie waren. Wir wollen Tiananmen-Platz, Chinesische Mauer und die Verbotene Stadt sehen. Die Kinder sollen die Wurzeln ihrer Mutter kennen lernen.»

«Eigentlich wollten wir Strandferien in Thailand machen, aber dort ist jetzt Regenzeit. Deshalb haben wir uns für zwei Wochen Bali entschieden. Wir freuen uns auf die hinduistischen Tempel, den aktiven Vulkan und das Reiten am Strand. Auf den Rückflug machen wir zudem noch zwei Tage Halt in Singapur.»

Martin Nussbaumer aus Oberrohrdorf reist mit den Kindern Tanja, Patrik und Nicole sowie deren Freund Pascal Lüthi nach Bali:

«Eigentlich wollten wir Strandferien in Thailand machen, aber dort ist jetzt Regenzeit. Deshalb haben wir uns für zwei Wochen Bali entschieden. Wir freuen uns auf die hinduistischen Tempel, den aktiven Vulkan und das Reiten am Strand. Auf den Rückflug machen wir zudem noch zwei Tage Halt in Singapur.»

«In Alanya haben wir im letzten April schon zwei Wochen verbracht. Nun stehen dreiwöchige Ferien an. Uns gefällt es in der Türkei, wir waren insgesamt schon sechs Mal da. Wir schätzen die Gastfreundschaft und das gute Essen. Meine Frau und ich werden Massagen und Fitness geniessen. Für Angelina gibt es Ferienspielgruppen und die Kinderdisco.»

Familie Veljanoski (Stefan, Gordana, Angelina und Elena) aus Zürich reisen nach Alanya (Türkei):

«In Alanya haben wir im letzten April schon zwei Wochen verbracht. Nun stehen dreiwöchige Ferien an. Uns gefällt es in der Türkei, wir waren insgesamt schon sechs Mal da. Wir schätzen die Gastfreundschaft und das gute Essen. Meine Frau und ich werden Massagen und Fitness geniessen. Für Angelina gibt es Ferienspielgruppen und die Kinderdisco.»

«Zu Hause würden wir uns nur streiten. Doch vor ein paar Jahren waren wir bereits zusammen auf Mallorca und haben gemerkt: Wenn wir uns zusammenreissen, können wir es ganz gut haben zusammen. In den neun Tagen in Alanya wollen wir viel schlafen, essen und trinken. Im Gepäck haben wir Goethes ‹Faust› sowie weitere Bücher im Kindle.»

Die Schwestern Manuela und Ruth Zimmerli aus Zürich reisen nach Alanya (Türkei):

«Zu Hause würden wir uns nur streiten. Doch vor ein paar Jahren waren wir bereits zusammen auf Mallorca und haben gemerkt: Wenn wir uns zusammenreissen, können wir es ganz gut haben zusammen. In den neun Tagen in Alanya wollen wir viel schlafen, essen und trinken. Im Gepäck haben wir Goethes ‹Faust› sowie weitere Bücher im Kindle.»

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