Thai war 2004 im Hamburger Tierpark Hagenbeck zur Welt gekommen. 2010 wechselte er in eine Jungbullengruppe im Tierpark Heidelberg. Dort habe er wichtige soziale Erfahrungen sammeln können, teilte der Zoo Zürich mit. Der junge Bulle kennt bereits gut die Pflege im geschützten Kontakt - also ohne direkten Kontakt zu den Tierpflegern - wie er heute in Zürich praktiziert wird.

Die ersten vier Wochen verbringt Thai nun in Quarantäne. Dann werde er nach und nach sein neues Zuhause erkunden und die anderen Elefanten kennenlernen können, schreibt der Zoo. Thai wurde im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) aufgrund verschiedener Kriterien aus rund einem Dutzend Vorschlägen des Zuchtprogrammkoordinators ausgewählt.

Acht Elefanten im Zoo ZürichInsgesamt leben heute im Zoo acht Elefanten: Neben dem "Neuen" Thai sind dies der 44-jährige in Thailand geborene Maxi, die 47-jährige Druk, geboren in Bhutan, Ceyla-Himali (39-jährig, geboren in Sri Lanka), Indi, (28, aus Burma) sowie die in Zürich geborenen Chandra (12), Farha (9) und Baby Omysha, die am 17. Juni dieses Jahres zur Welt kam.

Wie lange Thai bleibe, sei unklar, sagte Zookurator Robert Zingg bereits letzte Woche zur sda. Es sei nicht sicher, ob er lebenslänglich bleiben könne, sagte Zingg. Im Unterschied zu Maxi, der schon seit 1981 im Zoo Zürich lebt, würden Bullen künftig wohl "mehr wandern".

Dies hat seinen Grund in der Art der Elefantenhaltung: Sie leben in stabilen matriarchalen Gruppen. Bleibt ein Bulle sehr lange an einem Ort, droht eine Verpaarung mit den eigenen Töchtern. Heute leben zwei Töchter von Maxi in Zürich, Chandra und Farha. Der neue Elefantenpark wurde eigens für mehr als einen Bullen konzipiert.