Im Juli waren im Bezirk Dietikon 2086 Personen als arbeitslos gemeldet. Das sind etwas weniger als einen Monat zuvor. Da lag der Wert bei 2110. Auf die Arbeitslosenquote hat der Rückgang noch keinen Einfluss. Sie lag wie im Vormonat bei 4,5 Prozent, wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) gestern mitteilte. Trotzdem ist seit einiger Zeit ein Abwärtstrend bei den Arbeitslosenzahlen im Bezirk Dietikon festzustellen. So waren ein Jahr zuvor zum selben Zeitpunkt noch 2265 Personen ohne Arbeit. Kommt hinzu, dass die Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent dem tiefsten Wert seit September 2014 entspricht.

Kantonsweit liegt der Bezirk Dietikon damit aber immer noch an der Spitze. Die zweithöchste Arbeitslosenquote weist der Bezirk Zürich mit 3,9 Prozent aus, gefolgt vom Bezirk Bülach mit 3,7 Prozent. Der kantonale Durchschnitt lag wie schon im Juni bei 3,4 Prozent. Insgesamt waren Ende Juli 27 992 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet. Das waren 67 Personen mehr als im Vormonat. Nach fünf Monaten des Rückgangs ist die Arbeitslosigkeit damit im Juli in absoluten Zahlen zum ersten Mal wieder leicht gestiegen, heisst es weiter.

Beeinflusst ist die Statistik von saisonal geprägten Entwicklungen. Deutlich angestiegen ist die Zahl der jungen Arbeitslosen im Kanton. Während Ende Juni noch 2791 Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren arbeitslos gemeldet waren, stieg diese Zahl auf 3330. Dieser Anstieg um 539 Personen wurde laut AWA aber erwartet: «Nach Abschluss der Ausbildungsverhältnisse kommen in den Sommermonaten Jugendliche auf den Arbeitsmarkt.» Die Jugendarbeitslosigkeit werde sich in den kommenden Monaten wieder zurückbilden.

Dies zeige die langjährige Erfahrung: «Rund drei Viertel der 15- bis 24-Jährigen können sich nach weniger als sechs Monaten wieder vom RAV abmelden.» Gesunken ist die Arbeitslosenquote erwartungsgemäss hingegen bei jenen Branchen, die saisonal geprägt sind. Am stärksten war der Rückgang im Baugewerbe.