Mit der Wahl in der zweiten Hälfte dieses Jahres ermögliche man der BVK-Stiftung einen «optimalen Start in die Selbstständigkeit», teilte der Regierungsrat am Dienstag mit. Damit werde der Stiftungsrat in die Lage versetzt, alle wichtigen Entscheide im Hinblick auf die Verselbstständigung selber zu treffen.

Gemäss der vom Regierungsrat verabschiedeten Wahlverordnung wird der künftige Stiftungsrat aus je neun Arbeitnehmer- und Arbeitgeber- Vertreter gebildet. Sie vertreten sechs Wahlkreise, die aufgrund der Branchenzugehörigkeit der Arbeitgeber und der Anzahl Versicherten gebildet worden sind.

Elektronische oder briefliche Wahl

Zwei Wahlkreise mit beidseits je zwei Sitzen entfallen auf die kantonalen Schulen und die übrigen Teile der kantonalen Verwaltung. Ein weiterer Wahlkreis mit beidseits ebenfalls zwei Sitzen ist für die Gesundheitsinstitutionen reserviert.

Die restlichen drei Sitze mit je einem Sitz für Arbeitnehmende und Arbeitgeber ist den Bildungsorganisationen, den Gemeinden und den übrigen angeschlossenen Partner vorbehalten, wie es in der Mitteilung heisst.

Als Arbeitnehmervertreter kandidieren können alle BVK- Versicherten, aber auch externe Personen. Voraussetzung für eine Nomination sind 50 Unterschriften aus dem entsprechenden Wahlkreis. Die Arbeitgebervertreter des Kantons werden durch den Regierungsrat, die übrigen durch die angeschlossenen Betriebe bestimmt. Der Präsident wird durch den Stiftungsrat gewählt.

Arbeitnehmerverbände mit gemeinsamer Liste

Für die neun Sitze der Arbeitnehmenden haben sich die Vereinigten Personalverbände (VPV), die 13 Berufsverbände vertreten, und die Verhandlungsgemeinschaft aus VPOD, KV Zürich, SBK, Syna und AvenirSozcial auf eine gemeinsame Liste mit neun Personen geeinigt.

Ins Rennen geschickt würden qualifizierte und geeignete Pensionskassenfachleute, heisst es in einer Mitteilung. Ziel der gemeinsamen Initiative sei es, im paritätischen Stiftungsrat die Interessen der Versicherten mit Nachdruck einzubringen und die Einhaltung der Corporate Governance sicherzustellen.

Die Versicherten werden ihre Stimme elektronisch oder auf brieflichen Weg abgeben können. Dieses Vorgehen sei mit dem kantonalen Datenschutzbeauftragten abgesprochen, schreibt der Regierungsrat. Um den engen Zeitfahrplan einhalten zu können, wurde allfälligen Beschwerden die aufschiebende Wirkung entzogen.