Zürich
Demonstranten mussten sich nackt ausziehen: Stadtrat kritisiert Polizei

Nach der Gegendemonstration zum «Marsch fürs Läbe» am 19. Dezember mussten sich mehrere Demonstranten auf dem Polizeiposten nackt ausziehen. Der Stadtrat spricht jetz von übertriebenen Massnahmen

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Gegen-Demonstranten weden beim «Marsch fürs Läbe» in Schach gehalten.

Gegen-Demonstranten weden beim «Marsch fürs Läbe» in Schach gehalten.

Keystone

Die Gegendemonstranten, welche gegen den «Marsch fürs Läbe» von relgiösen Abtreibungsgegnern protestierten, wurden in Oerlikon eingekesselt, verfrachtete sie auf den Polizeiposten und mussten sich ausziehen, wobei ihre Körperöffnungen auf gefährliche Gegenstände abgesucht wurden.

Eine Antwort des Zürcher Stadtrates behandelte kürzlich das harte Vorgehen der Polizei. Gemäss dem Stadtrat waren die erfolgten Massnahmen «weder sachlich noch effizient». Diese Art der Leibesvisitation sei übertrieben und unnötig gewesen und hätte ausserdem lange Wartezeiten zur Folge gehabt.

In seiner Antwort erwähnt der Stadtrat auch, dass die Stadtpolizei den Vorfall momentan kritisch aufarbeiten würde.

Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» warnt Max Hofmann vom Polizistenverband von zu viel Transparenz. Wenn einzelne Polizisten an den Pranger gestellt würden, dann könne das böses Blut bei der Bevölkerung und innerhalb des Polizeikorps schüren. (fdu)