Kanton Zürich
Definitive Abschaffung: ab 1. April keine Kleinkinderbetreuungsbeiträge mehr

Im Kanton Zürich werden per 1. April die Kleinkinderbetreuungsbeiträge (KKBB) definitiv abgeschafft. Nachdem der Kantonsrat im vergangenen Herbst die entsprechende Gesetzesänderung beschlossen hatte, wird diese nun umgesetzt. Die Übergangsfrist für laufende Gesuche dauert bis Ende September.

Merken
Drucken
Teilen
Ab 1. April erhalten Familien keine Beiträge mehr zur Betreuung von Kleinkindern. (Symbolbild)

Ab 1. April erhalten Familien keine Beiträge mehr zur Betreuung von Kleinkindern. (Symbolbild)

Keystone

Wer die gesetzlichen Voraussetzungen vor dem 1. April erfüllt und das Gesuch um KKBB bis am 30. April eingereicht hat, erhält die Beiträge bis längsten 30. September, wie der Regierungsrat am Freitag mitteilte.

Die verschiedenen Gesetze und Verordnungen, welche mit den Änderungen angepasst werden müssen, treten per 1. April in Kraft. Dabei geht es um das Kinder- und Jugendhilfegesetz, die Verordnung über die Alimentenhilfe sowie die Stipendienverordnung.

Die Kleinkinderbetreuungsbeiträge waren 1992 eingeführt worden. Regierung und Kantonsrat bezeichneten diese heute als "nicht mehr verhältnismässig" und "überholt". Ausserdem sei das Angebot an familienergänzender Betreuung in den letzten Jahren immer stärker ausgebaut worden. Schlecht verdienenden Eltern von Kleinkindern soll künftig über die Sozialhilfe finanziell geholfen werden.