Gemäss dem alten Reglement hatten die Hortleiterinnen zwischen fünf bis acht Wochen Ferien. Als die Stadt die Ansprüche auf den 1. Juli 2013 an das übliche Mass anpassen wollte, erhob der Verband des Personals öffentlicher Dienste (vpod) Rekurs.

Das Verwaltungsgericht gab dem vpod noch Recht. Das Gericht ging davon aus, dass sich die Kürzung des Ferienanspruchs diskriminierend zulasten eines typischen Frauenberufes auswirke.

Das Bundesgericht hält in seinem am Montag publizierten Urteil fest, dass keine betrieblichen Besonderheiten bei dieser Berufsgruppe auszumachen seien, die nicht bereits bei der Lohnbemessung berücksichtigt worden seien und einen höheren Ferienanspruch zu rechtfertigen vermöchten.

Es würden auch keine objektiven Anhaltspunkte vorgebracht, die für die Möglichkeit einer geschlechterspezifischen Benachteiligung sprechen würden.