Die Gewerkschaft VPOD und die Vereinigten Personalverbände (VPV) machten im Sommer eine Lohnumfrage bei den Verwaltungsangestellten des Kantons Zürich und den angeschlossenen Betrieben (Universität, kantonale Spitäler etc).

An der Umfrage beteiligten sich gut 7000 der rund 25 000 angeschriebenen Personen. Der VPOD und die VPV bezeichnen diesen Rücklauf als recht gut.

Ein Drittel erhielt mehr Lohn

Laut den gestern publizierten Ergebnissen hat knapp ein Drittel der Befragten (31 Prozent) seit 2010 einmal eine Lohnerhöhung erhalten. Danach folgen zwei gleich grosse Gruppen, die entweder zweimal (24 Prozent) mehr Lohn erhielten oder nie (22 Prozent).

Am besten fuhren jene mit guten Löhnen und hohen Pensen. Bei den Personen mit Bruttoeinkommen zwischen 100 000 und 150 000 Franken gaben je ein Viertel an, ein- beziehungsweise zweimal seit 2010 mehr Lohn erhalten zu haben.

Wenn es eine Lohnerhöhung gab, dann meist im laufenden (29 Prozent), letzten (23) oder vorletzten Jahr (18). Und wenn der Arbeitgeber nein sagte, dann gab er meist Geldmangel (44 Prozent) als Grund an. Bei den tiefen Einkommen bis 30 000 Franken gingen 71 Prozent leer aus.

Jeder zweite ohne Einmalzulage

Wie oft haben die Staatsangestellten seit 2010 Einmalzulagen oder Boni erhalten? Nie, antworteten 55 Prozent. Bei den Angestellten der Uni waren es 65, beim Gesundheitspersonal 60 Prozent.

«Das deckt sich mit dem hohen Anteil an tiefprozentigen Anstellungen und den damit verbundenen tiefen Löhnen bei diesen Angestellten», interpretieren der VPOD und die VPV diese Zahlen. Einmalzulagen gab es in 85 Prozent der Fälle ein einziges Mal seit 2010. Und in drei Viertel aller Fälle lagen diese Bezüge unter 2000 Franken.

Auf die Frage nach der Zufriedenheit mit der individuellen Lohnentwicklung kreuzten nur acht Prozent das Feld «zufrieden» an. Je etwa ein Viertel bezeichnen sich als «eher unzufrieden», «unzufrieden» oder «sehr unzufrieden».

Am kleinsten ist die Lohnzufriedenheit im Gesundheitswesen und bei langjährigen Angestellten.

Kürzlich hat die Regierung mitgeteilt, dass sie dem Staatspersonal 2019 den Teuerungsausgleich von einem Prozent geben will. Und im Budget sieht sie individuelle Lohnerhöhungen und Einmalzulagen vor. Dem VPOD und den VPV genügt das nicht.