Katholische Synode

Das Umzug-Projekt der Paulus-Akademie soll nicht Schiffbruch erleiden

Die Paulus-Akademie soll in den markanten Eckbau des geplanten Kulturparks verlegt werden.zvg

Die Paulus-Akademie soll in den markanten Eckbau des geplanten Kulturparks verlegt werden.zvg

Der Kredit für den Neubau der katholischen Synode in Zürich-West wird auf 17 Millionen Franken erhöht. Damit die Akademie nicht um ihren Weiterbestand zittern muss, wurde nicht der ganzen Kredit, sondern bloss die Zusatzkosten der fakultativen Volksabstimmung unterstellt.

Der geplante Umzug der Paulus-Akademie in einen Neubau in Zürich-West soll nicht gefährdet werden, auch wenn die römisch-katholische Körperschaft 17 Millionen Franken statt der bisher bewilligten 14,8 Millionen investieren muss.

Die Synode hat nicht den ganzen Kredit, sondern bloss die Zusatzkosten der fakultativen Volksabstimmung unterstellt, damit die Akademie nicht um ihren Weiterbestand zittern muss. Der Beschluss fiel mit 61 gegen 10 Stimmen bei 15 Enthaltungen.

Längst nicht mehr zeitgemäss

Schon im Jahr 2001 hat man festgestellt, dass die Gebäude der Paulus-Akademie in Zürich-Witikon als katholische Bildungsstätte den Anforderungen längst nicht mehr genügten. Pläne, die Akademie nach Winterthur zu verlegen, scheiterten, ebenso die Absicht, sie ins Zürcher Limmathaus zu integrieren.

Dann zeigte sich die Möglichkeit, die Institution in ein Projekt der Hamasil-Stiftung zu integrieren. Diese plante im aufstrebenden Stadtteil Zürich-West zwischen dem Schiffbau und der Pfingstweidstrasse den Bau eines Kulturpark genannten Gebäudekomplexes mit einem interessanten Mix. Die Stiftung beabsichtigte, darin das Forum Z zu realisieren. Es soll 300 Arbeitsplätze bieten für Unternehmen, Organisationen und Veranstalter bieten, die sich zukunftsfähigem Handeln verpflichtet fühlen. Das Forum Z soll zu einer Plattform für nachhaltige Entwicklung mit grosser Ausstrahlung werden.

Zudem war vorgesehen, dass die Wohnbaugenossenschaft Kraftwerk 1 eine grössere Anzahl Wohnungen erstellt, das Kraftwerk 3. Ebenfalls einen grösseren Anteil der Flächen sollten die Paulus-Akademie übernehmen und weitere Interessenten wie die Bibelpastorale Arbeitsstelle des Schweizerischen Katholischen Bibelwerks oder das Lehrhaus, das als Bildungsinstitution dem Dialog zwischen Christentum, Judentum und Islam verpflichtet ist.

Die Synode war vom Vorhaben sehr angetan und genehmigte im Juni 2010 einen Kredit von 14,8Millionen Franken für den Neubau. Dann aber stieg die Wohnbaugenossenschaft aus dem Vorhaben aus, es erschien ihr zu risikoreich. Später beschloss Martin Seiz, Stiftungsratspräsident der Hamasil-Stiftung, den Wohnbauteil mit einer eigenen Firma zu realisieren. Die katholische Kirche erhielt die Möglichkeit, einen ganzen Gebäudeteil samt dem zugehörigen Boden zu übernehmen.

Schiffbruch vermeiden

Diese Änderung bedingte einen neuen Antrag an die Synode, denn die Kosten liegen nun bei 17 Millionen Franken. In der Synode war man sich darüber im Klaren, dass es, wie sich Zeno Cavigelli als Mitglied des Synodalrats ausdrückte, den Plänen der Paulus-Akademie den Todesstoss versetzt hätte, wenn gegen den 17-Millionen-Kredit das Referendum erhoben worden wäre.

Bereits jetzt ist das Bauvorhaben gegenüber den früheren Plänen um mehr als ein Jahr verzögert worden. Nun beschloss die Synode, bloss den Zusatzkredit von 2,2 Millionen Franken dem fakultativen Referendum zu unterstellen. «So müssen wir keine Angst mehr haben, dass das ganze Projekt Schiffbruch erleidet», sagte Cavigelli.

Vorgesehen ist jetzt, dass die Baueingabe im Mai erfolgt, die Baufreigabe sollte, wenn keine Einsprachen eingehen, im März 2013 erfolgen, und im September 2015 ist die Fertigstellung des Gebäudes vorgesehen. Im Dezember sollten auch die Umgebungsarbeiten abgeschlossen sein.

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