Zürich
Das tote Zoo-Krokodil kommt ins Uni-Museum

Das Philippinen-Krokodil, das Ende Dezember im Zoo Zürich erschossen wurde, kommt in die Sammlung des Zoologischen Museums der Universität Zürich.

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Philippinen-Krokodil im Zoo Zürich (Aufnahme aus dem Jahr 2010).

Philippinen-Krokodil im Zoo Zürich (Aufnahme aus dem Jahr 2010).

KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

Das bestätigt Sammlungskuratorin Martina Schenkel auf Anfrage. Allerdings wird das Krokodil nicht als Ganzes der Sammlung zugeführt. «Wir werden voraussichtlich nur das Skelett behalten», sagt Schenkel.

Dass das Museum verstorbene Zootiere übernimmt, sei nichts Ungewöhnliches, so Schenkel. Entscheidend sei, ob es für die Forschungssammlung relevant sei oder für Ausstellungszwecke verwendet werden könne. Dem ist sich Zoo-Kurator Robert Zingg bewusst: «Auch wenn unsere Tiere sterben, haben sie weiterhin einen wissenschaftlichen Wert.»

Das letzte Krokodil des Zürcher Zoos hatte im Dezember die Hand einer Pflegerin erwischt. Der Mitarbeiterin drohte der Verlust der Hand, weshalb entschieden wurde, das Tier mit der Notfall-Pistole zu töten.

Der Zoo Zürich hat in dieser Woche zwei weitere Tiere verloren. Lorenzo, der mit 20 Jahren weltweit wohl älteste männliche Tamandua in Menschenobhut, war am Mittwoch nicht mehr aus seinem Schlaf aufgewacht. Laut einer Mitteilung des Zoos war Lorenzos Ruhebedürfnis in den vergangenen Wochen gestiegen. Gleichentags musste sich der Zoo Zürich vom sechsjährigen Flachlandtapir-Weibchen Oroja verabschieden. Es hatte seit Sonntag einige heftige epileptische Anfälle, die medikamentös nicht mehr kontrolliert werden konnten. (flü/liz)