Affoltern
Das Spital Affoltern muss sich von Geburtshilfe verabschieden

Im Spital Affoltern werden keine Kinder mehr auf die Welt kommen. Da seit mehreren Jahren die erforderlichen Fallzahlen nicht erreicht werden, gibt das Spital den Leistungsauftrag «Geburtshilfe» per 1. Januar 2020 ab.

Merken
Drucken
Teilen
Das Spital bedaure sehr, sich von der Geburtshilfe verabschieden zu müssen.

Das Spital bedaure sehr, sich von der Geburtshilfe verabschieden zu müssen.

KEYSTONE

Um künftig dennoch gynäkologische Leistungen anbieten zu können, arbeite man an einer Lösung mit den Partnern aus dem Stadtspital Zürich und dem Kantonsspital Zug, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. 2016 kamen laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Spital Affoltern 332 Kinder zur Welt.

Das Spital bedaure sehr, sich von der Geburtshilfe verabschieden zu müssen. Denn diese «gehörte traditionsgemäss immer schon zum Leistungsangebot für die Bevölkerung im Bezirk».

Es sei jedoch unumgänglich, dass im Hinblick auf die Vergabe der Leistungsaufträge 2023 Anpassungen gemacht würden, «um insgesamt die betriebswirtschaftliche Effizienz zu erreichen, die in der Zukunft notwendig sein wird».

Nun müsse man sicherzustellen, dass mit der neuen Spitalstrategie die gesetzten Ziele erreicht würden, heisst es weiter. Diese Strategie sieht vor, die medizinische Grundversorgung im Bezirk zu sichern und die Spezialisierung in den Bereichen Altersmedizin, Psychiatrie und Palliative Care weiter voranzutreiben.

Anfang Jahr drohte dem einzigen Spital im Säuliamt das Aus. Die Stimmberechtigten der 14 Trägergemeinden sprachen sich im Mai dann dafür aus, den Zweckverband des Spitals Affoltern aufzulösen und zwei Nachfolgeorganisationen für Spital und Langzeitpflege zu gründen. (sda)