Nach intensiver Beratung und mehrmonatigen Verhandlungen mit Vertretern der ZSC Lions AG hätten einvernehmliche Anträge formuliert werden können, teilte die vorberatende Spezialkommission Finanzdepartement (SK FD) am Freitag mit. Das Stadionprojekt werde in seiner überarbeiteten Form von SP, SVP, FDP und GLP unterstützt, die Grünen und die AL würden es ablehnen.

So wird der Antrag der GLP beispielsweise die Betriebsbeiträge auf 30 statt auf 60 Jahre befristen. Ein Antrag der SP wird der Stadt unter anderem beim ausserordentlichen Heimfall die Betriebsbeiträge an die Heimfallentschädigung anrechnen.

Weiter verlangt die SP bei erfolgreichem Betrieb eine Umsatzbeteiligung an den Fremdmieten. Diese soll zugunsten der Immobilien AG zur schnelleren Amortisation des städtischen Darlehens beitragen.

Mitte Juni schlägt die Stunde der Wahrheit

Der Gemeinderat behandelt und beschliesst das Geschäft in seiner Sitzung vom 15. Juni. Bei der Weisung geht es hauptsächlich um ein Darlehen der Stadt Zürich an die ZSC Lions AG. Dieses beträgt 120 Millionen Franken und ist für den Bau des Stadions und dessen Amortisation von jährlich 2 Millionen Franken durch die ZSC Lions AG an die Stadt vorgesehen.

Zudem beinhaltet die Weisung einen jährlichen Betriebsbeitrag von 2 Millionen Franken der Stadt Zürich an die ZSC Lions AG. Ausserdem wird über das Baurecht für das Grundstück von 28'000 Quadratmeter zu einem Baurechtszins von 3000 Franken pro Jahr entschieden.

Die Fraktion der Grünen hat einen Rückweisungsantrag gestellt. Sie verlangen, dass das Stadion an einem anderen Ort realisiert werde, da die Umnutzung des Vulkanareals der Grünstadt-Initiative der Grünen Stadt Zürich widerspreche. Die anderen Parteien - mit Ausnahme der AL, die sich enthält - lehnen diesen Antrag ab, heisst es weiter.

Das letzte Wort hat das Volk, das voraussichtlich im Herbst darüber abstimmen kann. Baubeginn der zukünftigen Eishockey- und Sportarena mit einer Haupthalle mit 11'600 Plätzen, einer Trainingshalle sowie Restaurants und Büroflächen soll im Jahr 2019 sein.