Die Kasse wird eckig sein, nicht halbrund. Das wurde kürzlich entschieden. «So passt sie besser ins Konzept», sagt Dag Vierfuss, Projektmanager der Kunsthauserweiterung. Er nimmt die Besucher des Tages der offenen Tür mit auf eine virtuelle Tour durch die Baustelle, hinein in David Chipperfields 206-Millionen-Projekt auf der anderen Seite des Heimplatzes.

Die Ausstellungsräume für die Exponate der Sammlung Bührle im 2. Obergeschoss werden gemäss Visualisierungen moderne Interpretationen derjenigen in den älteren Kunsthausteilen, die zwischen 1910 und 1976 entstanden.

Türrahmen und Handläufe werden aus Messing sein. Natürliches Licht dringt durch die Decke. «Das passt zu den Alten Meistern», sagt Vierfuss. Für die moderne Kunst eigne sich Seitenlicht wie im 1. Obergeschoss besser.

Grundsteinlegung im November

Seit August wird gebaut. 2020 soll die Eröffnung sein. Zurzeit wird die Baugrube erstellt und mit Ankern im Untergrund befestigt: «Dort, wo das möglich ist, ohne dass wir Leitungen treffen und ganze Quartiere im Dunkeln lassen», sagt Vierfuss.

Neben der Baugrube arbeiten zurzeit Archäologen. Das Fundament der Stadtmauer wurde gefunden – aber keine Anzeichen eines jüdischen Friedhofs, der dort vermutet wird. «Je länger gebaut wird, desto kleiner wird die Chance, so etwas zu finden», sagt Vierfuss. Im November soll der Grundstein gelegt werden.