Zürich
Das Museum Rietberg zeigt die Werke eines Zen-Meisters mit feinem Humor

Das Museum Rietberg in Zürich zeigt ab dem 18. Mai eine Ausstellung über den Zen-Meister und Maler Gibon Sengai (1750-1837). Seine zeitlosen, aber modern anmutenden Bilder sind schlicht und zeugen von feinem Humor.

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"Hotei zeigt auf den Mond" heisst eines der Werke des Zen Meisters Gibon Sengai.

"Hotei zeigt auf den Mond" heisst eines der Werke des Zen Meisters Gibon Sengai.

Idemitsu Museum of Arts Tokyo

Sengai war Abt des ältesten, bereits 1195 erbauten, Zen-Klosters in Japan. Im Alter von 62 Jahren zog er sich zurück, um sich ganz der Malerei und Schriftkunst zu widmen, die ihm zur Unterweisung seiner Schüler dienten.

Seine Kunst sollte den Kerngedanken des Zen-Buddhismus aber auch der einfachen Bevölkerung näher bringen. Ein Grossteil seiner Bilder gehört deshalb auch zu den "zenkizu", den "Zen-Hilfsmittelbildern", hinter denen eine didaktische Absicht steht, wie das Museum schreibt.

Zu sehen sind beispielsweise seine Meisterwerke "Meditierender Frosch" sowie "Kreis, Dreieck und Quadrat". Insgesamt werden bis 10. August 40 Werke gezeigt. Wegen ihrer Lichtempfindlichkeit werden die Bilder in zwei Serien während je 6 Wochen ausgestellt.

Die Exponate stammen aus dem Idemitsu Museum of Arts in Tokio. Dieses besitzt die bedeutendste Sammlung von Tuschebildern und Schriftkunstwerken von Sengai. Anlass der Ausstellung ist das 150-Jahr-Jubiläum der diplomatischen Beziehungen Schweiz-Japan. (sda)