Schilderwald
Das Letzte seiner Art: Seitenwind-Warnsignal auf der A50 bei Glattfelden wird entfernt

Auf Zürcher Strassen gibt es nur noch ein Warnschild, das auf starke Seitenwinde hinweist. Es steht auf der A50 bei Glattfelden. Nun wird es entfernt, da der Bund den Schilderwald lichten will.

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Die Windsäcke bleiben hängen. Die Warnschilder mit dem entsprechenden Symbol werden hingegen demontiert. (Themenbild)

Die Windsäcke bleiben hängen. Die Warnschilder mit dem entsprechenden Symbol werden hingegen demontiert. (Themenbild)

Keystone

Es ist ein dreieckiges Schild mit einem Symbol eines Windsacks in der Mitte. Seine Aufgabe: Darauf hinweisen, dass an dieser Stelle häufig starke Seitenwinde auftreten können. Ergänzt wird das Verkehrssignal durch einen orange-weissen Windsack auf einem Mast. Er zeigt die Richtung und die Stärke des Windes an.

Das Signal ist auf Schweizer Strassen mittlerweile nur noch selten. Im Kanton Zürich gibt es gar nur noch eines, wie der "Tages-Anzeiger" schreibt. Es steht auf der A50 bei Glattfelden. Ein weiteres steht kurz nach der Kantonsgrenze bei Aadorf TG.

Schild geht, Windsack bleibt

Nun werden sie entfernt. So will es der Bund. Der Schilderwald soll gelichtet werden. Per 1. Januar 2016 hob das Bundesamt für Strassen (Astra) das Signal auf. Den Windsack lässt man hingegen hängen. Die Gefahrenzonen bleiben dadurch weiterhin markiert.

Das Signal ist insbesondere für grössere Fahrzeuge wie Lastwagen und Wohnmobile wichtig. Erst im vergangenen September gab es mehrere Unfälle aufgrund von starken Seitenwinden. Astra-Sprecher Thomas Rohrbach verteidigt die Schilderentfernung dennoch. "Starke Windböen können überall auftreten, nicht nur dort, wo Schilder davor warnen", wie er dem "Tages-Anzeiger" erklärt. Ein Windsack zeige die Gefahr ausserdem viel besser an als ein statisches Symbol.