An heissen Sommertagen gehört das Gummiböötli zu den beliebtesten Verkehrsmitteln. Sich gemütlich den Fluss hinuntertreiben zu lassen, hat sich als nationaler Wassersport etabliert. Die vielen Gewässer in der Schweiz bieten eine grosse Auswahl. Zu den absoluten Klassikern gehört die Fahrt auf der Limmat zwischen Zürich und Dietikon. Egal ob man in Zürich Wipkingen oder beim Höngger Wehr startet: Die Route ist gut an den öffentlichen Verkehr angebunden und bietet einen interessanten Mix aus schöner Natur und Urbanität. Unterwegs auf dem Wasser ist der hektische Alltag schnell vergessen.

Wer beim Wipkingerpark einwässert, erhält vom Wasser aus einen neuen Blick auf Zürich. Vorbei am Industriequartier Zürich-West werden die Ufer langsam grüner, bis das Wehr in Höngg naht. Hier müssen alle Boote über Land am Wehr vorbeitransportiert werden. Über die Kahnrampe auf der linken Seite gelangt man schnell zurück ins Wasser. Auf der Werdinsel laden eine Flussbadi und ein Restaurant zu Müssiggang ein.

Vorbei an der Insel ist bald die Stadtgrenze erreicht. Die massive Autobahnbrücke und die Raststätte in Oberengstringen zeigen zusammen mit den renaturierten Ufern eindrücklich den Kontrast zwischen Natur und Beton. Dann unterquert man die Engstringerbrücke und hat die Möglichkeit, auf den Bus umzusteigen. Kurz später muss das in die Limmat hineinragende Mühliwuhr links umfahren werden. Hier zweigt ein Seitenarm in Richtung Kloster Fahr ab. Wer das Kloster oder das Restaurant Zu den zwei Raben besuchen möchte, kann versuchen, an der Grasböschung in der Nähe des Fährhauses anzulegen. An schönen Sonntagnachmittagen bringt die Seilfähre Maurizius hier Spaziergänger über den Fluss.

Weniger Stress für das Quartier

Weiter flussabwärts treffen Freizeitkapitäne auf die grösste Neuheit. Am Samstag wurde die neue Allmend Glanzenberg eingeweiht. Dort warten neugestaltete Ein- und Ausstiegsstellen, eine WC-Anlage, mehrere Grillstellen, eine grosse Liegewiese und eine direkte Anbindung an den Bahnhof Glanzenberg. Die Platzverhältnisse sind deutlich grosszügiger als auf der Nötzliwiese beim Altberg-Quartier. Diese wird bisher als letzte Ausstiegsmöglichkeit vor dem Flusskraftwerk von den meisten Böötlern benutzt. Die neue Lösung soll auch den Quartieranwohnern zugutekommen, die im Sommer viel Suchverkehr, Lärm und liegengelassenen Abfall zu beklagen haben.

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Wer nach dem Auswassern noch nicht genug hat, kann sich in den Zug setzen, zurück nach Zürich fahren, und wieder von vorne anfangen. Die Limmat ist aber nicht nur für Freizeitkapitäne geeignet. An mehreren Stellen ermöglichen flache Einstiege und geschützte Ecken Badespass.

Zur Abwechslung bieten sich auch folgende Routen an: