Der Fallkostenvergleich 2015 umfasst wie im Vorjahr 17 Zürcher Akutspitäler, die je mindestens 200 akutsomatische Patientinnen und Patienten behandelt haben, wie die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte.

Die Fallkosten aller verglichenen Spitäler sind im Durchschnitt konstant geblieben. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr beträgt weniger als +0,3 Prozent.

Wie schon in den letzten Jahren hat die Klinik Adus Medica mit 8253 Franken die tiefsten Fallkosten. Das Stadtspital Waid - inklusive universitäres Kompetenzzentrum Akutgeriatrie - in Zürich liegt mit 11'048 Franken neu an der Spitze.

Seit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung 2012 in der Schweiz haben sich die Kosten pro Spital unterschiedlich entwickelt. So konnte etwa das Paracelsus-Spital in Richterswil die Fallkosten seither um 12,0 Prozent senken.

Auch das See-Spital hat an den Standorten Horgen und Kilchberg um 8,1 respektive 4,9 Prozent tiefere Fallkosten. Um 14,1 Prozent höhere Fallkosten weist hingegen die Schulthess Klinik in Zürich aus.

Die Veränderungen seien teilweise auch auf Änderungen im SwissDRG-System beziehungsweise auf Veränderungen in der Patientenstruktur der Spitäler zurückzuführen, heisst es weiter.

Vor dem Hintergrund der stabil gebliebenen Kosten sei auch der mehrjährige Abschluss mit konstantem Tarif nachvollziehbar, auf den sich die meisten Spitäler über ihren Verband mit den Krankenversicherern geeinigt hatten, heisst es weiter. Der für die Jahre 2016 bis 2018 vereinbarte Tarif von 9650 Franken liege in der Mitte der Kosten der einzelnen Spitäler.

Verband will nationalen Benchmark

Gemäss Stellungnahme des Verbands Zürcher Krankenhäuser zeigt der Fallkostenvergleich 2015, dass mit der damaligen Basisfallpauschale von durchschnittlich 9540 Franken lediglich 5 der 17 Spitäler kostendeckend arbeiten konnten. Dies seien aber lediglich 16 Prozent der behandelten Patienten.

Die durchschnittliche Fallschwere aller Zürcher Spitäler liege klar über dem schweizerischen Durchschnitt, heisst es weiter. Der Verband setzt sich deshalb für einen nationalen Benchmark ein.