Die reformierte Kirche des Kantons Zürich hat ihre Kirchgemeinden aufgefordert, nicht benutzten Raum Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Wie der Tages Anzeiger berichtet, wird das Grossmünster einer syrischen Familie die Notwohnung ihres Kirchgemeindehauses «Helferei» als Wohnraum anbieten.

Charakterköpfe: In einer Festtags-Serie interviewen wir Zürcher Charakterköpfe über das, was sie bewegt – und über ihre Bilanz der Nullerjahre. Heute: Christoph Sigrist. Der 46-Jährige ist Pfarrer am Grossmünster in Zürich, Lehrbeauftragter an der theologischen Fakultät der Uni Bern, Armeeseelsorger, Vorstand des Diakonieverbands Schweiz und Präsident des Zürcher Spendenparlaments. Sigrist ist verheiratet, hat zwei Söhne und wohnt in Rafz. (mts)

Christoph Sigrist

Charakterköpfe: In einer Festtags-Serie interviewen wir Zürcher Charakterköpfe über das, was sie bewegt – und über ihre Bilanz der Nullerjahre. Heute: Christoph Sigrist. Der 46-Jährige ist Pfarrer am Grossmünster in Zürich, Lehrbeauftragter an der theologischen Fakultät der Uni Bern, Armeeseelsorger, Vorstand des Diakonieverbands Schweiz und Präsident des Zürcher Spendenparlaments. Sigrist ist verheiratet, hat zwei Söhne und wohnt in Rafz. (mts)

Wie Grossmünster-Pfarrer Christoph Sigrist dem Tages Anzeiger erklärt, verlange die aktuelle humanitäre Situation ein Aktivwerden der Kirchen, indem diese mit dem Staat zusammenarbeiten und Flüchtlinge unterstützen.

Durch Kirchenpartnerschaften in Sizilien ist Christoph Sigrist genauestens über die Lage der dortigen Platzverhältnisse informiert. Neben Kirchgemeindesälen würden dort bereits Kirchenräume als Massenlager für gestrandete Flüchtlinge dienen.

Bisher sind erst wenige reformierte Kirchen im Kanton Zürich dem Aufruf gefolgt. Christoph Sigrist führt dies auf den Mehraufwand und die befürchteten Kontroversen innerhalb der Kirchgemeinde zurück.