Bis 2019 soll das Netz flächendeckend sein, sagte Stadtrat Andres Türler am Mittwoch vor den Medien. Die Stadt will allerdings nicht selbst als Provider auftreten, sondern ihr Netz Dritten anbieten. Die Kundinnen und Kunden haben dann die Wahl, ob sie für ihr Telefon, Internet und Fernsehen Swisscom, einen Provider auf dem ewz.zürinet oder das bestehende Kabel von Cablecom nutzen wollen.

Das Netz kann laut Türler auch als «intelligentes Stromnetz» genutzt werden, über das der zunehmend dezentral produzierte Strom bedarfsgerecht verteilt werden kann.

Schon vor fünf Jahren hatten die Zürcher Stimmberechtigten sich für ein Glasfasernetz ausgesprochen, als sie einen Rahmenkredit von 200 Millionen Franken bewilligten. Eigentlich sah das ewz eine Erschliessung je nach Nachfrage vor, später stieg aber die Swisscom ins Boot und wollte sich - wie in anderen Städten - am Bau des Glasfasernetzes beteiligen.

Laut Türler erschliesst das ewz 75 Prozent der Stadt, die Swisscom 25 Prozent. Beide Partner räumen sich gegenseitig ein 30- jähriges Nutzungsrecht ein, das noch verlängert werden kann. Steuergelder oder Stromeinnahmen werden laut Türler nicht benutzt für den Bau des Glasfasernetzes. Der 400-Millionen-Franken-Kredit werde aus den Einnahmen des Glasfasernetzes zurückgezahlt.