Zürich

Das «Bombach» in Zürich Höngg hat seinen Spitalcharakter verloren

Wohnliches Zuhause für die Bewohner: Das Pflegezentrum Bombach in Zürich Höngg. zvg

Wohnliches Zuhause für die Bewohner: Das Pflegezentrum Bombach in Zürich Höngg. zvg

Über 43 Millionen hat sich die Stadt die Sanierung kosten lassen. Nun bietet das «Bombach» den Bewohnern 28 Einzel- und 49 Zweierzimmer in zeitgemässen Ausbaustandard. Weiter wurde auch die Eingangshalle mit der öffentlichen Cafeteria vergrössert.

Das Pflegezentrum Bombach in Zürich Höngg ist in den vergangenen zwei Jahren umfassend saniert und den heutigen Anforderungen angepasst worden. Der Zürcher Stadtrat hatte dafür einen Kredit von 43,55 Millionen Franken bewilligt.

Zeitgemässer Standard

Das Pflegezentrum Bombach sei ein «typischer Zeuge aus den 1960er- Jahren», heisst es in einer Mitteilung der Stadt von gestern. Vor der Erneuerung habe kein anderes städtisches Pflegenzentrum so viele Mehrbettenzimmer geführt wie das Bombach. Nun dürften sich die künftigen Bewohner auf einen zeitgemässen Standard freuen: Die 28 Einzel- und 49 Zweierzimmer verfügen alle über einen direkten Zugang zu Nasszellen, und auf sämtlichen Etagen wurden Aufenthalts- und Essräume eingerichtet.

Neben der Sanierung der baulichen Substanz und den Anpassungen an die neuen Vorschriften und Richtlinien wurde auch die Eingangshalle mit der öffentlichen Cafeteria vergrössert. Das Untergeschoss mit Küche und Personalräumen wurde vollständig umorganisiert.

Planer haben Aufgabe gut gelöst

Die grosse Herausforderung habe darin bestanden, die betrieblichen Anforderungen innerhalb der vorgegebenen baulichen Strukturen mit den Bedürfnissen an eine attraktive Wohn- und Arbeitsumgebung in Einklang zu bringen, sagte Stadtrat André Odermatt in seiner Ansprache.

Den Planern sei es hervorragend gelungen, die Qualitäten des Gebäudes aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Das Resultat der Instandstellung überzeugt auch Kurt Meier, Direktor Pflegezentren der Stadt Zürich. Mit der Sanierung habe das Haus seinen früheren Spitalcharakter verloren und sei nun zu einem wohnlichen Zuhause für die Bewohner geworden.

Das Angebot des Pflegezentrums Bombach umfasst drei Abteilungen für Pflege und Wohnen, zwei Abteilungen für an Demenz erkrankte Personen, eine Abteilung für Personen mit Sehbehinderung sowie eine Abteilung für geistig Aktive. Dazu gibt es ein «Stöckli», in dem bis zu acht demenzkranke Personen den Tag begleitet verbringen können. Maximal vier Personen pflegerisch und therapeutisch begleitet werden im «Tageszentrum plus».

Umzug: eine Herausforderung

Von Februar bis April werden zunächst Bewohnerinnen und Bewohner anderer städtischer Pflegezentren aufgenommen, in denen kleinere Unterhaltsarbeiten fällig sind. Am 17. April ziehen dann die Bewohner des Hauses A des ebenfalls sanierungsbedürftigen Pflegezentrums Witikon ein. Der Umzug sei eine logistische Herausforderung, schreibt die Stadt. Neben rund 150 städtischen Mitarbeitenden seien 100 freiwillige Helferinnen und der Zivilschutz daran beteiligt.

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