Aktion
Darum wurden heute Morgen diverse Coca-Cola-Plakate in Zürich überklebt

In der ganzen Stadt Zürich wurden heute Morgen Plakate von Coca-Cola mit Stickern überklebt. Hinter der Aktion steht die Schweizer Gesundheitsstiftung Gorilla.

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Diverse Cola-Plakate in der ganzen Stadt Zürich wurden in einer Guerilla-Aktion überklebt. Die Kleber sind wieder ablösbar.

Diverse Cola-Plakate in der ganzen Stadt Zürich wurden in einer Guerilla-Aktion überklebt. Die Kleber sind wieder ablösbar.

gorilla.ch

Zur Zeit läuft in der Schweiz eine grossangelegte Werbekampagne von Coca-Cola. Überall sind Plakate zu sehen, auf denen Stars wie Xherdan Shaqiri genüsslich eine Cola trinken. Heute Morgen wurden einige dieser Plakate in einer Guerilla-Aktion mit einem «Gorilla»-Sticker überklebt. Darauf steht: «Trink Hahnenwasser».

Hinter der Aktion steckt das Gesundheitsförderungsprogramm Gorilla der «Schtifti Foundation». Diese wird von verschiedenen Freestyle-Profis unterstützt. «Wir hinterfragen mit der Aktion das Gewissen von Coca-Cola gegenüber den Jugendlichen und die Vorbildfunktion der beteiligten Stars», sagt Roger Grolimund, Gründer der «Schtifti Foundation», zu watson.

Gemeint sind Fussballprofi Xherdan Shaqiri, Rapper Stress, Moderatorin Alexandra Maurer und Bloggerin Zoë Pastell, die derzeit auf den Plakatwänden beim Cola-Trinken zu sehen sind. «Was mich am meisten aufregt, ist, dass Shaqiri so verschwitzt ist. Trinkt man gleich nach dem Sport ein Cola, kommt es einem doch zur Nase raus», sagt ein Aktivist an der Hardbrücke zu watson.

Auf frischer Tat ertappt: Gorillas beim überkleben eines Cola-Plakates.

Auf frischer Tat ertappt: Gorillas beim überkleben eines Cola-Plakates.

gorilla.ch

Die «Schtifti Foundation» kritisiert das aggressive Marketing der Süssgetränke-Hersteller schon länger: «Wir sind sehr besorgt darüber, dass Schülerinnen und Schüler bereits zum Frühstück Süssgetränke trinken. Diese haben einen enormen Einfluss auf ihre Gesundheit», so Grolimund. Die Strategie der Grosskonzerne Coca-Cola oder Red Bull hingegen sei es, mithilfe von Stars dem Getränk ein aktives Image zu verschaffen, obwohl es bei den Kindern und Jugendlichen das Gegenteil bewirke.

Vor einer Klage des Grosskonzerns fürchtet sich Grolimund nicht: «Eigentlich müssten sie für solche unverantwortlichen Werbekampagnen verklagt werden.» Coca-Cola Schweiz verzichtet auf eine Stellungnahme.