Kantonale Abstimmungen
Darüber wird am Sonntag in zwei Wochen abgestimmt

Eine Ehe soll im Kanton Zürich ausschliesslich zwischen Mann und Frau möglich sein - findet die EDU. Sie will die traditionelle Ehe mit der Initiative "Schutz der Ehe" in der Kantonsverfassung verankern. Daneben stimmen die Zürcherinnen und Zürcher am 27. November auch noch über das Kulturland ab - bereits zum zweiten Mal.

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Die Abstimmungen finden am 27. November statt.

Die Abstimmungen finden am 27. November statt.

Keystone

Die EDU verlangt mit ihrer Initiative "Schutz der Ehe", dass die Definition "Die Ehe ist die auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau" in die Kantonsverfassung aufgenommen wird.

Die EDU befürchtet, dass die traditionelle Ehe durch das Konkubinat oder durch die Öffnung für Homosexuelle und für Polygamie, "wie wir sie im Islam haben", gefährdet ist. Die Partei spricht gar von einer "Abschaffung der Ehe".

Sowohl der Regierungsrat als auch der Kantonsrat lehnen die Initiative ab. Die Vorlage ist gemäss Regierung unnötig, da die Ehe bereits im Bundesrecht geregelt ist, das über dem kantonalen Recht steht. Aus dem Zivilgesetzbuch gehe klar hervor, dass die Ehe eine Gemeinschaft zwischen Mann und Frau sei. Bis auf die SVP und die EDU sagen auch alle Parteien nein.

Bauland dürfte teurer werden

Die zweite Vorlage betrifft die Umsetzung der Kulturlandinitiative. Die Zürcher stimmen bereits zum zweiten Mal über dieses Thema ab. Viereinhalb Jahre nach dem ersten Ja geht es nun um die Umsetzung in Form einer Anpassung des Planungs- und Baugesetzes (PBG).

Ziel dieser Vorlage ist es, dass ackerfähiges Kulturland nur überbaut werden darf, wenn gleichwertiger Ersatz geschaffen wird. Es darf also nur neu eingezont werden, wenn anderswo ausgezont wird. Alternativ ist es möglich, Flächen aufzuwerten, damit sie landwirtschaftlich genutzt werden können.

Die Gegner der Vorlage - neben den meisten bürgerlichen Parteien auch viele Gemeinde- und Stadtpräsidenten - sehen die Kernelemente der Initiative wegen nationalen und kantonalen Massnahmen aber bereits erfüllt. Auch Kantons- und Regierungsrat lehnen sie ab.

Die Befürworter, darunter die Grünen und der Zürcher Bauernverband, sind hingegen der Meinung, der Richtplan sei lediglich ein Schritt in die richtige Richtung. Für einen konsequenten Kulturlandschutz genüge er nicht. Bei einem Ja zur Vorlage dürften die Kosten für Bauland steigen. Gemäss den Grünen ist dies aber ein erwünschter Effekt, um die Zersiedelung zu stoppen.

Parteiparolen

So sehen die Parolen der Parteien für die kantonalen Abstimmungen vom 27. November aus: