Mehr als zwei Monate nach dem Einzug ins Provisorium hat das Generalunternehmen DM Bau der Kispi-Geschäftsleitung offiziell den Pavillon übergeben. Dieser liegt direkt neben dem Kinderspital und bietet dem Betrieb die dringend benötigten Zusatzflächen.

Im Jahr 2021 will das Kispi in den geplanten Neubau in Zürich Lengg einziehen. Bis dann muss es mit der Übergangslösung auskommen. Der Pavillon bewähre sich gut, sagt Geschäftsleitungsmitglied Markus Malagoli. «Baulich wie auch apparativ gab es keine Kinderkrankheiten.» Im dreistöckigen Modulbau sind nebst Schulungs- und Büroräumen die medizinische und chirurgische Tagesklinik untergebracht. Die 20 Betten werden nur tagsüber benutzt. Im Gegenzug konnten am bisherigen Standort der Tagesklinik 12 zusätzliche stationäre Betten eingerichtet werden. «Mit dieser Erweiterung sind die dringlichsten Platzbedürfnisse bis zum Umzug in den Neubau gedeckt», sagt Malagoli. Danach wird der Pavillon, der inklusive Einrichtungen fünf Millionen Franken gekostet hat, demontiert und dem Lieferanten zurückverkauft.

Von Herzog & de Meuron

In den von den Architekten Herzog & de Meuron entworfenen Neubau sollen im Jahr 2021 das ganze Akutspital sowie die Bereiche Lehre und Forschung ziehen. Anfang Jahr vermeldete die Eleonorenstiftung, die Trägerin des Kispi, dass mit der ZKB, der UBS und dem Kanton Zürich drei Partner die Finanzierung des 600 Millionen Franken teuren Projekts sicherstellen würden. Die beiden Banken beteiligen sich mit einer dualen Anleihe in der Höhe von 300 Millionen Franken. Zudem stellt die ZKB einen Baukredit von 50 Millionen Franken zur Verfügung. Der Kanton sichert 150 Millionen Franken in Form eines verzinslichen und zu amortisierenden Darlehens zu. Mit in Aussicht gestellten Beiträgen von Sponsoren und Mäzenen im zweistelligen Millionenbereich ist inzwischen auch der Restbetrag von 100 Millionen so gut wie gedeckt.

Baustart 2017 geplant

Wann mit dem Bau begonnen wird, hängt davon ab, wie schnell die Stadt Zürich die Baubewilligung erteilt. Ausserdem könnten Einsprachen den Baustart verzögern. Nach aktuellem Zeitplan ist dieser im Sommer 2017 vorgesehen.