Die Parteien haben die entsprechende Vereinbarung in den vergangenen Tagen unterschrieben.

Brisant ist das Bündnis vor allem für die Grünliberalen. Mit Ausnahme der Grünen kämpfte vergangenen Herbst keine andere Partei so vehement gegen die Ecopop-Initiative wie die GLP. Parteipräsident Martin Bäumle verteidigt die Allianz gegenüber der «Schweiz am Sonntag» mit dem gleichen Argument, mit dem er schon vor den Wahlen 2007 und 2011 Listenverbindungen mit der rechtskonservativen EDU rechtfertigte: «Es geht einzig darum, mathematisch das bestmögliche Resultat zu erzielen.»

Ohne Verbindung mit der Ecopop-Liste, die selber kaum Chancen auf den Gewinn eines Sitzes hat, seien deren Stimmen verloren: «Dann profitiert womöglich noch die SVP. Das kann nicht im Interesse grünliberaler Wähler sein.»

Bäumle sagt, es kritisiere ja auch niemand, dass die GLP in vielen Kantonen mit der CVP ein Bündnis bilde, «obwohl wir vehement gegen die Initiative der CVP sind, die eine diskriminierende Definition der Ehe in die Verfassung schreiben will». Die Wähler könnten durchaus zwischen inhaltlichen und wahltaktischen Überlegungen unterscheiden.