Zürich
CVP-Stadtrat Lauber glaubt nicht an die bürgeliche Wende

FDP, SVP und CVP haben sich für die Erneuerungswahlen 2014 in der Stadt Zürich erstmals seit langem wieder zusammengetan. Gemeinsam wollen sie Rot-Grün ablösen. Für CVP-Stadtrat Gerold Lauber ist dieses Ziel «weder realistisch noch klug».

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Gerold Lauber glaubt nicht an die bürgerliche Wende im Zürcher Stadtrat.

Gerold Lauber glaubt nicht an die bürgerliche Wende im Zürcher Stadtrat.

Keystone

CVP-Vertreter Gerold Lauber ist für die Erneuerungswahlen des Zürcher Stadtrats im nächsten Jahr Teil des bürgerlichen Fünfertickets. CVP, FDP und SVP wollen mit der Kampagne «Top 5 für ein liberales Zürich» im Februar 2014 eine bürgerliche Wende in der Exekutive der Stadt sorgen.

CVP-Erziehungsdirektor erteilt diesen Ambitionen nun eine Absage. Das Ziel sei «weder realistisch noch klug», sagt Lauber in einem Interview mit dem Tagesanzeiger. Er macht auch klar, dass er weiter in der Mitte politisieren werde, auch wenn er nun auf Plakaten zusammen mit SVP-Vertretern und dem FDP-Rechtsaussen Filippo Leutenegger zu sehen ist.

Lauber weiss wohl auch wieso. Der 57-Jährige wurde bei den letzten Wahlen von der Mitte getragen und auch dank Stimmen aus dem Rot-Grünen-Lager gewählt. Dass er nun unter die SVP-Dampfwalz gerät, glaubt Lauber nicht. «Wissen Sie, Dampfwalzen sind wenig beweglich, es müsste ihnen zu entkommen sein!», sagt er.

«Wechsel im Stadtpräsidium drängt sich nicht auf»

Er werde weiterhin sachbezogen nach Lösungen suchen, «auch mit meinen rot-grünen Kolleginnen und Kollegen, wenn ich davon überzeugt bin», so Lauber weiter.
Lauber wird FDP-Kandidat auch beim Versuch, Corine Mauch das Stadtpräsidium zu entreissen nicht unterstützen. «Ich schätze Frau Mauch als Mensch und Kollegin, und ich schätze ihre Arbeit. Ein Wechsel in dieser Position drängt sich nicht auf», so Lauber.

Hinter der Top-5-Kampagne stehen wirtschaftsnahe Organisationen, die unter dem Namen Forum Zürich zusammengeschlossen sind. Das Forum wirft dem rot-grünen Stadtrat unter anderem vor, Wirtschaftsfragen zu wenig zu beachten. Dagegen wehrt sich der CVP-Mann: «Pauschale Vorwürfe an den Stadtrat sind nicht gerechtfertigt.»